Wir für Vielfalt

Diese Aussage beschreibt die enorm gewachsene soziale Vielfalt der Menschen, die heute Sport treiben. Von einem wachsenden Sportinteresse über die verschiedenen Bevölkerungsgruppen hinweg profitieren auch die mehr als 90.000 Sportvereine in Deutschland.

Die damit einhergehende Vielfalt an Motiven, Interessen, körperlichen Voraussetzungen, kulturellen oder religiösen Hintergründen, zeitlichen oder finanziellen Ressourcen stellt gleichzeitig eine der größten Herausforderungen des organisierten Sports für die Zukunft dar, will er dauerhaft Mitglieder, freiwillig Engagierte und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen für sich gewinnen und binden.

Die erfolgreiche Integration vieler sozialer Gruppen bildet einerseits die existenzielle Grundlage für den organisierten Sport und ist andererseits gesellschaftspolitisch notwendig, soll das Motto „Sport für alle“ dauerhaft realisiert werden.

Transidentität und Intersexualität

Im November 2017 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass bei standesamtlichen Einträgen neben "männlich" und "weiblich" ein dritter Geschlechtereintrag wie "anders" oder "divers" möglich sein muss, weil alles andere diskriminierend sei. Auch der organisierte Sport setzt sich seit einiger Zeit mit dem Thema geschlechtliche Uneindeutigkeit auseinander. Seit 2016 widmet sich der DOSB auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti) in einer internen Arbeitsgruppe dem Thema Transidentität und Intersexualität. Im ersten Ergebnis sind auf der Grundlage von Beratungen mit der dgti und dem Bundesverband Intersexueller Menschen Informationen und Daten für den Sport aufbereitet und auf dieser Internetseite veröffentlicht.

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Homosexualität

Gegen Diskriminierungen aufgrund sexueller Orientierung agierte der DOSB bislang überwiegend auf der sportpolitischen Ebene. So gehörte zu den Erstunterzeichnern der Charta der Vielfalt in 2007, Verabschiedete unter anderem einen Beschluss zu Chancengleichheit und Vielfalt im Sport 2011

und unterzeichnete gemeinsam mit anderen Sportorganisationen auf Initiative der Magnus-Hirschfeld-Stiftung die Berliner Erklärung gegen Homophobie im Sport in 2013 Im Rahmen der Olympischen Winterspiele in Sotchi 2014 nahm der DOSB das kurz zuvor in Kraft getretene sogenannte Propaganda-Gesetz „Propaganda nicht-traditioneller sexueller Beziehungen“, um gemeinsam mit dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) die Athletinnen und Athleten über die Situation in Russland und die Haltung des DOSB zu informieren und aufzuklären.

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Charta der Vielfalt

Die Charta der Vielfalt ist eine Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ist Schirmherrin. Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoğuz, unterstützt die Initiative.

Die Initiative will die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Unternehmenskultur in Deutschland voranbringen. Organisationen sollen ein Arbeitsumfeld schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

Die Charta der Vielfalt wurde von Daimler, der BP Europa SE (ehemals Deutsche BP), der Deutschen Bank und der Deutschen Telekom im Dezember 2006 ins Leben gerufen. Mehr als 1.750 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen haben die Charta der Vielfalt bereits unterzeichnet und kontinuierlich kommen neue Unterzeichner hinzu.

Der DOSB unterzeichnete die Charta im Dezember 2007.

(Quelle: Charta-der-Vielfalt.de)

Die Charta im Wortlaut

Sport bewegt Vielfalt

Stadtentwicklung gemeinsam aktiv gestalten

Der demografische Wandel, der Zuzug von Menschen anderer Kulturen sowie veränderte Familienbilder und Geschlechterrollen machen unsere Gesellschaft zunehmend heterogener und diverser. Diese Vielfalt ist Belebung, sie kann aber auch negative Erscheinungen wie Gentrifizierung, Milieubildungen und Ausgrenzung mit sich bringen. Kommunen müssen daher Lösungen entwickeln, um attraktiv und lebenswert für alle zu sein und zu bleiben.

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