Mit dem gemischten Doppel an die Spitze!

Bereits 2012 startete der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) unter dem Motto „Mit dem gemischten Doppel an die Spitze!“ ein einjähriges Mentoring-Programm. Ziel dieses Projektes ist es, junge weibliche Nachwuchskräfte zu motivieren, Führungspositionen zu übernehmen und sie auf ihrem Weg durch erfahrene Führungskräfte zu unterstützen. Im besonderen Fokus des DOSB-Mentoring-Programms stehen junge, ehemalige Spitzensportlerinnen, die im Anschluss an ihre sportliche Laufbahn auch eine ehrenamtliche oder berufliche Karriere im organisierten Sport anstreben.

 

MENTORING-PROGRAMM 2018/2019

hier geht's zur Übersicht der Mentees und Mentor*innen Teams 2018/2019

DOSB-Mentees und Mentor*innen zu Besuch im EOC EU-Büro
DOSB-Mentees und Mentor*innen zu Besuch im EOC EU-Büro

Das DOSB-Mentoring-Programm machte am 5. und 6. Juli Station in Brüssel. Und das aus gutem Grund: Im Fokus des DOSB-Mentoring-Programms stehen junge, ehemalige Spitzensportlerinnen.

Sie werden von erfahrenen Mentorinnen und Mentoren dabei unterstützt, nach der eigenen sportlichen Karriere auch künftig hauptberuflich oder ehrenamtlich im organisierten Sport ihren Weg zu gehen und Führungsverantwortung zu übernehmen. Der aktuelle Durchlauf zielt erstmals im Besonderen darauf, den Mentees international Einblicke in Sportpolitik zu ermöglichen und sie fit für Sportgremien zu machen. Somit war Brüssel eine prädestinierte Adresse, befinden sich hier doch die wichtigsten Entscheidungszentren der Europäischen Union und mit dem EOC EU-Büro auch das Haus des europäischen Sports. Es repräsentiert die Interessen des organisierten Sports gegenüber den Europäischen Institutionen, informiert über aktuelle, sportpolitisch relevante Themen auf EU-Ebene und berät zu EU-Fördermöglichkeiten für den Sport. Den DOSB vertreten im EOC EU-Büro Folker Hellmund als Leiter des Büros sowie EU-Referent Felix Schäfer.

Im Brüsseler Büro erhielt die Mentoring-Gruppe in mehrfacher Hinsicht Gelegenheit, sich einen Überblick zu europäischer und internationaler Sportpolitik zu verschaffen. Felix Schäfer gab zunächst eine Einführung zu europäischer Politik und Sportpolitik. Dabei wurde deutlich, dass eine wesentliche Herausforderung darin besteht, frühzeitig zu erkennen, wie scheinbar sportferne Gesetzesvorhaben oder Gerichtsentscheidungen auf den Sport wirken. So wie unlängst geschehen, als aus einem Antrag der Europäischen Chemikalienagentur ganz erhebliche Konsequenzen für den Sport resultierten. Das angestrebte Verbot von Mikroplastik betrifft eine Vielzahl von Fußballvereinen, deren Granulat von Kunstrasenplätzen zu den Hauptverursachern gehört – rechtzeitiges, verantwortungsbewusstes Reagieren ist geboten. Um Lobbyarbeit für den Sport leisten zu können, bedarf es also genauer Kenntnisse über die einzelnen Institutionen der EU und ihre Themen.

Aufschlussreiche Einblicke in die Internationale Strategie ihres Nationalen Olympischen Komitees gewährte Jana Janotová, die das Tschechische Olympische Komitees im EOC EU-Büro vertritt.  
Sehr anregend für alle Beteiligten war der durch Folker Hellmund geleitete Austausch zu aktuellen Themen der internationalen und europäischen Sportpolitik. Erörtert wurden verschiedene Fragen rund um das europäische Sportmodell und die Zukunft des organisierten Sports. Im Zusammenhang mit den gewachsenen Anforderungen an Good Governance wurden die Rolle von Athletenvertretungen in nationalen und internationalen Spitzenverbänden besonders intensiv diskutiert. Die Erfahrungen der Mentees, allesamt ehemalige Spitzenathletinnen, verdeutlichten, dass beim Einbinden von Athlet*innen in Entscheidungsprozesse durchaus noch Handlungsbedarf besteht.

Mit einem Besuch des Parlamentariums gewannen die Teilnehmerinnen einen sehr informativen Überblick zu europäischer Geschichte und Gegenwart sowie zur Zusammenarbeit im EU-Parlament.  
Und schließlich war auch die Lage des EOC EU-Büros selbst bestens für einen Überblick geeignet, von der oberen Etage des Gebäudes mitten in der europäischen Hauptstadt gingen die Blicke vom Europaviertel über das Heysel-Stadion bis zum Atomium als wohl bekanntestem Wahrzeichen Brüssels. Das Fazit des Studienaufenthaltes, der finanziell durch das BMI unterstützt wurde, fällt sehr positiv aus.

Angeregt vom Gemeinschaftsprojekt Europa und insgesamt bereichert von einem intensiven Austausch in Brüssel gehen die Mentees und Mentor*innen nun auf die Zielgerade des einjährigen Programms. Am 28. September 2019 wird im Rahmen des diesjährigen DOSB-Kongresses in Leipzig das letzte offizielle Zusammentreffen stattfinden.

Mentoring-Teams von adh und DOSB im wannseeFORUM Berlin, Foto: DOSB
Mentoring-Teams von adh und DOSB im wannseeFORUM Berlin, Foto: DOSB

Am 15. und 16. März 2019 stand im DOSB-Mentoring-Programm die Zwischenbilanz-Veranstaltung an. Dazu trafen sich die Mentoring-Teams im wannseeFORUM in Berlin. Mit dabei waren die Mentoring-Tandems des adh, die innerhalb der zwei Tage ebenfalls ihr Zwischenfazit zogen. Ganz im Sinne der Mentoring-Idee „voneinander lernen“ haben adh und DOSB die gemeinsame Veranstaltung genutzt, um sich zu vernetzen und Mentoring-Erfahrungen auszutauschen.

Die gemeinsame Veranstaltung stand unter dem Motto „Haltung zeigen“. Nach der offiziellen Begrüßung durch den adh-Vorstandsvorsitzenden Jörg Förster sowie die stellvertretende Leiterin des Ressorts Chancengleichheit und Diversity des DOSB, Kirsten Witte-Abe, boten das gemeinsame Abendessen und der anschließende Kaminabend, der unter dem Motto „get #connected & be #inspired“ stand, Gelegenheit, sich kennenzulernen, auszutauschen und zu vernetzen. Kurzweilige Präsentationen der einzelnen Mentees aus DOSB und adh lieferten dafür wichtige Informationen, sodass die Kontaktaufnahme leichtfiel. Einblicke in die Rolle und Bedeutung der Mentor/innen gaben zudem Stephanie Klein, erfahrene Mentorin im DOSB-Mentoring-Programm und Pressesprecherin des Hamburger Sportbundes, sowie Luisa Kosok, ehemalige Mentee des adh-Projekts und stellvertretende Leiterin des Hochschulsports der Uni Bielefeld. Im gemeinsamen Interview berichteten sie unter anderem über die Wirksamkeit von Mentoring-Programmen sowie über Möglichkeiten und Wege, mit Mentoring Karrieren zu gestalten.

Auch der zweite Tag war von den Synergien der beiden Mentoring-Programme geprägt. So befassten sich die Mitglieder beider Programme mit dem Thema „Haltung zeigen“. Die Einführung in das Thema übernahm Jörg Förster mit einer Annäherung an den Begriff „Haltung“ und das damit verbundene eigene Wertegerüst. Es folgten zwei bereichernde Impulsvorträge von Kirstin Hahne (Business Coach und Trainerin) und Victoria Gerards (Unternehmensberaterin und Business Coach, ENGERIE DURCH ENTWICKLUNG), die ihre Erfahrungen aus dem privaten wie auch beruflichen Kontext zum Thema Haltung mit der Gruppe teilten. Dies sorgte für einen sehr persönlichen und emotionalen Einstieg in die Thematik, sodass im darauffolgenden Workshop ein sehr intensiver Austausch über Erfahrungen im Umgang mit der eigenen Haltung im beruflichen Kontext stattfand – Fragen, die vor allem die angehenden Führungskräfte und derzeitigen Mentees durchaus intensiv umtreiben. Bereits an dieser Stelle kann festgehalten werden, dass sich die Kooperation zwischen adh und DOSB für alle Beteiligten gelohnt hat und daher fortgesetzt werden soll.

Lediglich das Zwischenfazit zogen die Mentees und Mentor/innen im Rahmen ihres jeweiligen Programms. So tauschten sich die DOSB-Teams unter kompetenter Anleitung von Kathrin Mahler Walther, Geschäftsführerin der EAF Berlin, Diversity in Leadership, über ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit aus. In Kleingruppenarbeit oder im direkten Gespräch mit der Mentorin/dem Mentor ging es zum einen darum, das Netzwerk innerhalb der Gruppe zu stärken, mithin die anderen Mentees und Mentor/innen samt ihrer Erfahrungen und Kompetenzen intensiver kennenzulernen. Zum anderen reflektierten die Mentoring-Teams ihr bisheriges Zusammenwirken und prüften unter anderem, ob vereinbarte Ziele bereits erreicht wurden oder ggf. angepasst werden müssen. Die wichtigsten Ergebnisse: Für alle sind die Kommunikation und der Erfahrungsaustausch im Doppel entscheidende Aspekte. Für die Gespräche über persönliche Entwicklungen, Probleme und Ziele sind Vertrauen, Verlässlichkeit und Empathie nötig. Sehr gute Erfahrungen machen die Teams mit dem konkreten „Hineinschnuppern“ in Sportstrukturen, das sogenannte Shadowing – also die Begleitung der Mentorin oder des Mentors in seinen beruflichen Prozessen – sowie der Ausbau eines persönlichen Netzwerkes.

Nun bleiben den DOSB-Mentoring-Teams noch etwa sechs Monate, bevor auch das vierte DOSB-Mentoring-Programm Ende September seinen Abschluss findet. Bis dahin steht noch ein Besuch in Brüssel an, der mit Unterstützung des EU-Büros den Mentees und Mentor/innen einen Einblick in die europäische (Sport)Politik bieten wird.

Und darum geht es: Mit dem DOSB-Programm werden den Mentees mit Hilfe der Mentor/innen hauptberufliche oder ehrenamtliche Karrierewege im organisierten Sport aufgezeigt. Zugleich werden sie in puncto Führungsverantwortung im Sport fit gemacht. Einen besonderen Schwerpunkt legt der DOSB im vierten Durchlauf darauf, den Mentees vor allem Einblicke in internationale Sportstrukturen zu bieten. Die Mentor/innen – allesamt international erfahrene Führungskräfte des Sports – teilen mit ihnen ihre eigenen Netzwerke, persönlichen Erfahrungen und lassen sie an ihrem Führungsalltag teilhaben. Auf diese Weise erfahren die Mentees, die die Welt des Sports bisher überwiegend als Athletinnen kennengelernt haben, sehr persönliche Einsichten in die Welt der „Sportfunktionär/innen".

(Quelle: DOSB)

Übersicht über alle Mentoring-Teams 2018/2019 >>>

Die Gruppe der Mentees und Mentor/innen bei ihrem Besuch des IOC in Lausanne. Foto: DOSB
Die Gruppe der Mentees und Mentor/innen bei ihrem Besuch des IOC in Lausanne. Foto: DOSB

Die Mentees des aktuellen DOSB-Mentoring-Programms besuchen das IOC in Lausanne zu einem Studienaufenthalt.

Donna de Varona ist eine beeindruckende Persönlichkeit: Als Schwimmerin wurde sie für die USA 1964 in Tokio Olympiasiegerin über 400 Meter Lagen und mit der 4×100-Meter-Freistilstaffel. Nach dem Ende ihrer Sportkarriere war sie eine der ersten Frauen, die es als Sportkommentatorin ins Fernsehen schaffte: Sie arbeitete für ABC. Und bereits bei dem Olympischen Kongress 1981 in Baden Baden engagierte sie sich für die Weiterentwicklung der Olympischen Bewegung. Das tut sie noch heute leidenschaftlich, etwa in der IOC-Kommission „Women in sport“. In dieser Rolle lernten die Teilnehmenden am aktuellen Durchgang des Mentoring-Programms des Deutschen Olympischen Sportbundes sie kennen. Ihre Geschichte war einer der Höhepunkte eines dreitägigen Study-Visits beim Internationalen Olympischen Komitee in Lausanne >>>  

Die Gruppe der Mentees und Mentor*innen bei der Auftaktveranstaltung in Düsseldorf
Die Gruppe der Mentees und Mentor*innen bei der Auftaktveranstaltung in Düsseldorf

Mit dem gemischten Doppel an die Spitze – ehemalige Spitzenathletinnen starten in das 4. DOSB-Mentoring-Programm.

Wenn neun ehemalige Spitzensportlerinnen auf neun erfahrene Führungskräfte des Sports treffen, dann heißt das im DOSB-Jargon „erfolgreiches Matching“. So geschehen im Rahmen der DOSB-Konferenz Personalentwicklung, die am 21./22. September in Düsseldorf stattfand. Damit startete der DOSB bereits zum vierten Mal sein Mentoring-Programm „Mit dem gemischten Doppel an die Spitze!“ und bringt talentierte und in puncto Führung bislang unerfahrene ehemalige Spitzenathletinnen (Mentees) sowie erfahrene Führungskräfte des Sports (Mentor/innen) für ein Jahr zusammen.

Ziel des Programmes ist es, den Mentees mit Hilfe der Mentor/innen hauptberufliche oder ehrenamtliche Karrierewege im organisierten Sport aufzuzeigen und sie in puncto Führungsverantwortungen im Sport fit zu machen. Einen besonderen Schwerpunkt legt der DOSB im vierten Durchlauf darauf, den Mentees vor allem Einblicke in internationale Sportstrukturen  zu bieten. Die Mentor/innen – allesamt international erfahrenen Führungskräften des Sports – teilen mit ihnen ihre eigenen Netzwerke, persönlichen Erfahrungen und lassen sie an ihrem Führungsalltag teilhaben. Auf diese Weise erfahren die Mentees, die die Welt des Sports bisher überwiegend als Athletinnen kennengelernt haben, sehr persönliche Einsichten in die Welt der „Sportfunktionär/innen".

Neben der individuellen Mentoring-Beziehung zwischen Mentee und Mentor/in bietet vor allem auch das Gesamtprogramm, das der DOSB gestaltet, reichhaltige Möglichkeiten, Talente und Kompetenzen zu entdecken und zu schärfen. So steht auf der Agenda des Jahres u.a. ein zweitägiger Vor-Ort-Termin beim IOC in Lausanne. Mentees und Mentor/innen erhalten damit die Chance, ihre Kontakte zum IOC und zur internationalen Welt des Sports auf- und auszubauen.

Der DOSB wird gemeinsam mit den Mentees und Mentor/innen das Mentoring-Jahr auch medial intensiv begleiten, u.a. werden die Mentees und Programmverantwortlichen über die Etappen im Programm regelmäßig auf Twitter, Instagram, Facebook etc. berichten.

Bildergalerie Mentoring-Programm 2018/2019

  • Abschlussveranstaltung in Leipzig
  • Alfons Hoermann bei der Abschlussveranstaltung in Leipzig
  • Alumni Abendessen in Auerbachs Keller in Leipzig 01
  • Alumni Abendessen in Auerbachs Keller in Leipzig 02
  • Anke Noecker bei der Zertifikatsuebergabe
  • Annika Bochmann und Anke Noecker
  • Auftaktveranstaltung in Duesseldorf 01
  • Auftaktveranstaltung in Duesseldorf 02
  • Beim Besuch in Bruessel
  • Beim Besuch in Lausanne
  • Claudia Pfeifer
  • Claudia Pfeifer bei der Zertifikatsuebergabe
  • Dorothea Brandt und Bernhard Schwank
  • Edith Schulze bei der Zertifikatsuebergabe
  • Edith Schulze und Joerg Brokamp
  • Jennifer Oeser bei der Zertifikatsuebergabe
  • Kim Paul bei der Zertifikatsuebergabe
  • Mentoring-Teams bei der Abschlussveranstaltung in Leipzig
  • Museumsbesuch bei Abschlussveranstaltung in Leipzig 01
  • Museumsbesuch bei Abschlussveranstaltung in Leipzig 02
  • Museumsbesuch bei Abschlussveranstaltung in Leipzig 03
  • Museumsbesuch bei Abschlussveranstaltung in Leipzig 04
  • My Phan bei der Zertifikatsuebergabe
  • My Phan und Claudia Wagner
  • Stephanie Klein stellvertretend fuer Vera Thamm bei der Zertifikatsuebergabe
  • Tatjana Huenfer bei der Zertifikatsuebergabe
  • Vera Thamm und Stephanie Klein
  • Wolfgang Baumann und Kim Paul
  • adh-Treffen in Berlin

Frühere Mentoring-Programme

  • Die Gruppe der Mentees und Mentor/innen bei der Auftaktveranstaltung am 8./9. Juli 2016 in Frankfurt. Foto: bewahrediezeit.de
    DOSB-MENTORING-PROGRAMM 2016-2017

    Die Gruppe der Mentees und Mentor/innen bei der Auftaktveranstaltung am 8./9. Juli 2016 in Frankfurt. Foto: bewahrediezeit.de

    Weitere Infos hier
  • Die Gruppe der Mentees und Mentor/innen bei der Abschlussveranstaltung am 29./30. Mai 2015 in Berlin. Foto: Anja Schnabel
    DOSB-MENTORING-PROGRAMM 2014-2015

    Die Gruppe der Mentees und Mentor/innen bei der Abschlussveranstaltung am 29./30. Mai 2015 in Berlin. Foto: Anja Schnabel

    Weitere Infos hier
  • Abschlussveranstaltung am 12. Juli 2013  Mentees und Mentoren
    DOSB-Mentoring-Programm 2012/2013

    Abschlussveranstaltung am 12. Juli 2013 Mentees und Mentoren

    Weitere Infos hier

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