Landessportbund Hessen - Sachgebiet Frauen im Sport

„Bewegung, Spiel und Sport in der (Brust)Krebsnachsorge“ im Landessportbund Hessen e.V.

Rehabilitations-Sport-Angebote werden bei Sportvereinen und
anderen Institutionen verstärkt nachgefragt.

 

 

Wenn man Krankheit und Gesundheit differenziert betrachtet, wird deutlich, dass der Sport mit seinen vielfältigen Möglichkeiten verschiedene gesundheitsfördernde Beiträge leisten kann:

1. Sport leistet einen Beitrag zur Erhaltung und Verbesserung einer allgemeinen körperlichen, physischen, psychischen und sozialen Leistungsfähigkeit, die nicht nur im Sport demonstriert wird, sondern Auswirkungen hat auf die Leistungs-bereitschaft und Leistungsfähigkeit im beruflichen und im privaten Leben. Hierzu tragen pädagogisch und trainingswissenschaftlich fundierte sportartüber-greifende und sportartbezogene Inhalte bei.

2. Sport leistet einen Beitrag zur Bewältigung (in Rahmen der Rehabilitation) bzw. Vermeidung (im Rahmen der Prophylaxe) von Krankheiten bzw. von Wiedererkrankungen, durch die diagnostizierbare Schädigungen entstanden sind oder entstehen können. Entsprechende funktionale Inhalte von Sport-
und Bewegungsangeboten tragen zur Wiederherstellung, Erhaltung oder Verbesserung organischer Funktionsfähigkeit und zur Verbesserung des psychosozialen Empfindens und der Lebensqualität bei.

3. Sport leistet einen Beitrag zur Entwicklung einer „individuellen Gestaltungs-fähigkeit“. Diese umfasst die Fähigkeit zur Bewältigung alltäglicher Lebens-situationen, also zur eigenverantwortlichen Lebensgestaltung. Dazu geeignete Inhalte müssen von Themen des Alltags (z.B. Ernährung, Altern, Bewegungs-verhalten oder Stress) ausgehen. In ihrem Mittelpunkt stehen themenbezogene Erfahrungen, die über Körper und Bewegung zugänglich sind.

Der Landessportbund Hessen e.V. (lsb h) befasst sich bereits seit  über 20 Jahren mit diesem Thema. Bereits im Jahr 1986 wurden vom lsb h die ersten Übungsleiterinnen auf der 2. Lizenzstufe im Bereich Rehabilitation mit dem Profil Krebsnachsorge ausgebildet. Viele dieser Übungsleiterinnen sind sogar noch heute in diesem Bereich tätig.
In hessischen Sportverein gibt es mittlerweile rund 80 Gruppen.
In einer geleiteten Gruppe finden Betroffene das körperliche, seelische und soziale Gleichgewicht wieder. Durch eine bessere körperliche Fitness lassen sich berufliche und häusliche Arbeit leichter bewältigen. Das Vertrauen in den eigenen Körper steigt, stärkt die Abwehrkräfte und wirkt sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden aus.
Um die positive Auswirkung des Sports in Bezug auf die Erkrankung noch besser einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, hat der Lsb h 2007 ein neues Projekt ins Leben gerufen. Gemeinsam mit der Uni Frauenklinik Frankfurt, unter Leitung von Prof. Kaufmann findet das Bewegungsangebot „Nordic Walking“ mit einer vom lsb h speziell ausgebildeten Übungsleiterin für betroffene Frauen unter Therapie statt. Dieses Projekt wurde für ein Jahr ärztlich begleitet und von Komen Deutschland gefördert. Nach Ablauf des Jahres lagen die Ergebnisse der ärztlichen Messungen, die wöchentlich vor Beginn und am Ende des Bewegungsangebotes erfasst wurden, vor. Diese Dokumentation zeigt ganz deutlich die positive Auswirkung des wohldosierten Sports. Eine gesunde Dosis Bewegung, schon während der Chemotherapie, stärkt den Heilungsprozess und führt zu mehr Vitalität und Lebensgefühl. Erfasst wurden die Daten von drei Referenzgruppen: 1.) betroffene Frauen, die am Bewegungsangebot teilnahmen; 2.) betroffene Frauen, die sich nicht sportlich betätigten; 3.) betroffene Frauen, die in Eigenregie zu Hause sportliche Aktivitäten durchführten.
Die interne Studie kann beim lsb h angefordert werden (siehe unten).
Im Juni 2008 wurde ein weiteres Projekt „Aktivität und Bewegung“ mit den Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen, unter Leitung von Dr. med. Elke Schulmeyer gestartet. Die Ergebnisse werden Mitte/Ende 2009 vorliegen.
Weitere Projekte sind in Arbeit. Ziel des lsb h ist es, möglichst viele solcher Projekte ins Leben zu rufen und damit die positiven Auswirkungen betroffenen Frauen näher zu bringen.
Bei Fragen/Informationen zu den in Hessen bereits bestehenden Gruppen oder an den bestehenden/geplanten Projekten steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:
Landessportbund Hessen e.V., Karin Bauer, Sachgebietsleitung Frauen im Sport, Otto-Fleck-Schneise 4, 60528 Frankfurt, Tel.: 0 69 67 89 -4 48, E-Mail: frauen@remove-this.lsbh.de

Karin Bauer, Sachgebietsleitung Frauen im Sport
Landessportbund Hessen e.V.

 



Diese Webseite nutzt Cookies

Wir verwenden auf unserer Webseite Cookies, um Inhalte zu personalisieren, die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren und somit unser Angebot zu verbessern. Wir erheben dabei nur pseudonyme Daten, eine Identifikation erfolgt nicht. Ferner geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Webseite an unsere Partner für Werbung und Analyse weiter.