EU-Konferenz tagt zu „Gender Equality in Sport“ in Vilnius

Auf Einladung der für Sport zuständigen EU-Kommissarin Vassiliou haben sich über 120 Vertreterinnen und Vertreter des Sports, getroffen, um über Gleichstellung im Sport zu diskutieren.

Auch im Sport fehlen noch Frauen in Führungspositionen. Foto: picture-alliance
Auch im Sport fehlen noch Frauen in Führungspositionen. Foto: picture-alliance

Der DOSB wurde bei der Konferenz in Vilnius von Direktorin Karin Fehres vertreten, die als Berichterstatterin und als Moderatorin fungierte.

Fast 20 Jahre nach der „Brighton Declaration on Women and Sport“ kann konstatiert werden, dass diese zwar von mehr als 380 Sportorganisationen unterzeichnet worden ist, aber Fortschritte nur langsam sichtbar werden. Vor diesem Hintergrund wird der für den 12. bis 15. Juni 2014 in Helsinki geplanten Weltkonferenz zum Thema „Frauen und Sport“ besondere Bedeutung zukommen.

Die von der EU-Kommission eingesetzte Expertengruppe zum Thema „Gender Equality in Sport“, der Karin Fehres angehörte, hatte eine Roadmap erabeitet, die sich auf folgende Themenbereiche konzentrierte und die die Grundlage für die zu erstellenden nationalen Strategien bilden soll:

  • Frauen in Führungsgremien des Sports
  • Frauen im Trainerberuf
  • Sexualisierte Gewalt im Sport
  • Frauenspezifische Klischees in den Medien

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz waren sich einig, dass die in der Roadmap genannten Ziele gleichzeitig realistisch und ehrgeizig sein müssten. Die für 2020 avisierten Quoten in Führungsgremien des Sports und auf Führungsebene der öffentlichen Sportverwaltung sehen einen Frauenanteil von 40 Prozent im nationalen und 30 Prozent im internationalen Bereich vor. Darüber hinaus sollen alle Sportverbände eine Gleichstellungspolitik betreiben, die einen zielgerichteten Aktionsplan beinhaltet.

Vorgeschlagen wurden zudem strategische Initiativen, die internationale Sportverbände wie EOC/EPC in Zusammenarbeit mit der EU umsetzen könnten. Da die Finanzierung konkreter Projekte ebenfalls als bedeutsam erachtet wurde, soll künftig das Sportkapitel im Rahmen des EU-Programms Erasmus + einen wertvollen Beitrag zur Netzwerkbildung leisten. Die erste Ausschreibung hierzu wurde am 12. Dezember 2013 auf der Seite der Sport Unit der EU-Kommission veröffentlicht.

Die Konferenz hat deutlich gemacht, dass konkrete und transparente Ziele und in ihrer Wirksamkeit überprüfbare Umsetzungsmaßnahmen unverzichtbar sind. Denn in den letzten Jahren wurden die Probleme und Herausforderungen zwar vielfach beschrieben, aber mit Ausnahme der skandinavischen Ländern hat ein umfassender Politikwechsel im Sport nicht ausreichend stattgefunden. In diesem Sinne wurden auch Forderungen laut, die Förderung öffentlicher Mittel an die Erfüllung bestimmter Gender-Kriterien zu knüpfen.

(Quelle: EOC EU-Büro)


  • Auch im Sport fehlen noch Frauen in Führungspositionen. Foto: picture-alliance
    Auch im Sport fehlen noch Frauen in Führungspositionen. Foto: picture-alliance

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