Die Zukunft des Fußballs ist weiblich

Die Zukunft des Fußballs ist weiblich. Durchschnittlich ein Drittel aller Fans der europäischen Vereine sind Frauen. Bei einigen Clubs sind es sogar mehr als die Hälfte.

Immer mehr Frauen begeistern sich für Fußball. Copyright: picture-alliance
Immer mehr Frauen begeistern sich für Fußball. Copyright: picture-alliance

Beim türkischen Erstligisten Galatasaray Istanbul sind es 54,2 Prozent der Anhänger, beim AC Mailand ist es genau die Hälfte. Einen ähnlichen Wert erreicht der Ballack-Club FC Chelsea London (49,7). Dagegen liegt der FC Bayern München mit einem Anteil von 26,2 Prozent beim weiblichen Geschlecht unter dem Durchschnitt. Das ist ein Ergebnis der zweiten Ausgabe des SPORT+MARKT-Reports „Football Top 20“, für den über 9.600 Fußballfans zwischen 15 und 69 Jahren in 16 europäischen Ländern (Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen, Niederlande, Portugal, Türkei, Tschechien, Ungarn, Griechenland, Schweiz, Österreich, Russland, Kroatien) befragt wurden.

„Man sieht, dass die Frauen im Fußball immer wichtiger werden. Wir haben in Deutschland in den letzten 15 bis 20 Jahren eine Verdoppelung des Interesses der Frauen am Fußball festgestellt. Und dieser Trend ist auch auf europäischer Ebene zu sehen“, erläutert SPORT+MARKT-Vorstand Hartmut Zastrow. Und es sei noch mehr Potential vorhanden. „Die Frauen sind sicherlich die einzige Zielgruppe, die noch bearbeitet werden können, die zusätzlichen Fans kommen über die Frauen, bei den Männern ist das Potential ausgereizt.“ Früher sei das Interesse über den so genannten Pop-Faktor geweckt worden, da fanden die Frauen die Beckhams und Tottis dieser Welt. „Letztendlich sehen wir, dass das weibliche Geschlecht sich immer mehr für das Fußballspiel interessiert“, meint Zastrow. Bei Frauen und Männern bleibt der FC Barcelona der beliebteste Fußballverein in Europa. Spaniens Spitzenverein verteidigte mit 44, 2 Millionen Anhängern seinen ersten Platz vor dem Erzrivalen Real Madrid (41,0 Mio.). Beide Vereine verloren aber im Vergleich zum Vorjahr Anhänger. In den Top 20 konnte sich mit dem FC Bayern München als Neunter mit 19,8 Millionen Fans nur ein Bundesligist behaupten.


  • Immer mehr Frauen begeistern sich für Fußball. Copyright: picture-alliance
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