„Stark sein – aber nicht perfekt“

Neunte Frauenvollversammlung des Landessportbundes Rheinland-Pfalz in Koblenz

Wollen mehr Frauen für das Ehrenamt gewinnen (v.l.): Karin Augustin (LSB-Präsidentin), Jutta Hannig (Vizepräsidentin Badischer Sportbund Nord und Dozentin an der Fachhochschule Heidelberg), Claudia Altwasser (LSB-Vizepräsidentin Gleichstellung), Annelie Fix (Turnverband Mittelrhein), Jutta Haupt (Bundesverband mittelständische Wirtschaft) und Marie-Theres Hammes-Rosenstein (Bürgermeisterin der Stadt Koblenz). Foto: LSB
Wollen mehr Frauen für das Ehrenamt gewinnen (v.l.): Karin Augustin (LSB-Präsidentin), Jutta Hannig (Vizepräsidentin Badischer Sportbund Nord und Dozentin an der Fachhochschule Heidelberg), Claudia Altwasser (LSB-Vizepräsidentin Gleichstellung), Annelie Fix (Turnverband Mittelrhein), Jutta Haupt (Bundesverband mittelständische Wirtschaft) und Marie-Theres Hammes-Rosenstein (Bürgermeisterin der Stadt Koblenz). Foto: LSB

Frauen müssen sich bewusst sein, welche Kompetenzen sie haben – und diese auch einzubringen wissen. Das machte Claudia Altwasser, LSB-Vizepräsidentin Gesellschaftspolitik, bei der neunten Frauenvollversammlung des Landessportbundes Rheinland-Pfalz in Koblenz deutlich, bei der die „Personalgewinnung im Ehrenamt“ das zentrale Thema war.

Vor 35 Frauenvertreterinnen von LSB, Sportbünden, Sportkreisen, Fachverbänden und Sportvereinen im „Haus Horchheimer Höhe“ betonte Altwasser, dass Ehrenamt „leistbar und zahlbar“ sein müsse. Es sei notwendig, neue Visionen und neue Ziele zu entwickeln. LSB-Präsidentin Karin Augustin richtete an das Plenum die Aufforderung, gute Frauen für Führungspositionen zu gewinnen, die Quote in den Blick nehmen sowie Netzwerke zu entwickeln und zu nutzen.

In ihrem Impulsreferat unter dem Motto „Bildungszug nach Lissabon“ zeigte Jutta Hannig, Vizepräsidentin Badischer Sportbund Nord und Dozentin an der Fachhochschule Heidelberg, auf, was das Programm des Lebenslangen Lernens mit der Arbeit der Frauen im Sport zu tun hat und welche Chancen und Möglichkeiten sich daraus ergeben. Laut Hannig muss die Qualifikation der Übungsleiter in den Deutschen Qualifizierungsrahmen (DQR) eingeordnet werden. Zudem gelte es, neue Ausbildungsstrukturen zu entwickeln und die Qualifikationen, die im Sport erworben werden, für den Beruf zu nutzen.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion konstatierte Marie-Theres Hammes-Rosenstein, dass das Ehrenamt Zukunft habe – in einer anderen Form. „Ehrenamt ist die Chance, Fähigkeiten zu erwerben“, sagte die Bürgermeisterin der Stadt Koblenz. Um die Jugend zu erreichen, seien attraktive Angebote notwendig. „Die Bereitschaft ist da, aber ein Ehrenamt muss attraktiv sein“, so Hammes-Rosenstein. „Frauen müssen stark sein – aber nicht perfekt.“ Die Politikerin will allen Frauen Mut machen, neue Aufgaben zu übernehmen und Sozialkompetenz durch das Ehrenamt zu erwerben. „Hier liegt eine Chance des Sports.“

Auch Jutta Hannig erklärte, dass im Ehrenamt Chancen liegen. Auf den Zertfikaten, die sich Ehrenamtler ausstellen lassen könnten, müsse die Art der Kompetenzen herausgestellt werden. Jutta Haupt vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft war sich sicher: „Wenn sich Ehrenamt professionalisiert, haben wir ein großes Spektrum an Möglichkeiten.“ Vorausschauende Männer, so Haupt, würden die Kompetenzen der Frauen erkennen.

Von: Michael Heinze


  • Wollen mehr Frauen für das Ehrenamt gewinnen (v.l.): Karin Augustin (LSB-Präsidentin), Jutta Hannig (Vizepräsidentin Badischer Sportbund Nord und Dozentin an der Fachhochschule Heidelberg), Claudia Altwasser (LSB-Vizepräsidentin Gleichstellung), Annelie Fix (Turnverband Mittelrhein), Jutta Haupt (Bundesverband mittelständische Wirtschaft) und Marie-Theres Hammes-Rosenstein (Bürgermeisterin der Stadt Koblenz). Foto: LSB
    Wollen mehr Frauen für das Ehrenamt gewinnen (v.l.): Karin Augustin (LSB-Präsidentin), Jutta Hannig (Vizepräsidentin Badischer Sportbund Nord und Dozentin an der Fachhochschule Heidelberg), Claudia Altwasser (LSB-Vizepräsidentin Gleichstellung), Annelie Fix (Turnverband Mittelrhein), Jutta Haupt (Bundesverband mittelständische Wirtschaft) und Marie-Theres Hammes-Rosenstein (Bürgermeisterin der Stadt Koblenz). Foto: LSB

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