Sich für Prävention, Chancengleichheit und Vielfalt im Sport einsetzen bedeutet, ein Zeichen gegen Gewalt und Grenzüberschreitungen zu setzen

Zu diesem Ergebnis kamen die ca. 20 Teilnehmenden des Workshops „Für Respekt und Wertschätzung – Gegen sexualisierte Gewalt im Erwachsenensport“, der unter der Leitung von Kirsten Witte-Abe, stellvertretende Ressortleiterin Chancengleichheit und Diversity im DOSB, und Dimitria Bouzikou, Coach und Referentin im Themenfeld sexualisierte Gewalt im Sport, im Rahmen des 4. Forums „Gegen sexualisierte Gewalt im Sport“ am 27. November 2013 in Berlin stattfand.

 

Workshop "Für Respekt und Wertschätzung - gegen sexualisierte Gewalt im Erwachsenensport"
Workshop "Für Respekt und Wertschätzung - gegen sexualisierte Gewalt im Erwachsenensport"

Mit Mittelpunkt des Workshops stand die Frage, welche Umstände und Bedingungen zu sexualisierter Gewalt führen bzw. diese begünstigen. Fehlende Wertschätzung, Geringschätzung, Respektlosigkeit, Verunsicherung und Informationsmangel waren nur einige der Stichworte, die in einer offenen Diskussionsrunde von den Teilnehmenden formuliert wurden und darauf schließen lassen, dass eine Kultur der Aufmerksamkeit und des gegenseitigen Respekts unabdingbar sind für ein erfolgreiches Vorgehen gegen sexualisierte Gewalt im Sport.

Ansätze für eine gelingende Umsetzung der Theorie in die Praxis präsentierte Robert Claus vom Türkiyemspor e.V. Berlin den interessierten Teilnehmenden. Sein Verein setzt sich bereits aktiv für das Thema Prävention, Chancengleichheit und Vielfalt im Sport  ein und hat erste Erfolge aufzuweisen.

So ist es dem Verein gelungen, als Fußballclub, bestehend aus überwiegend Jungen und jungen männlichen Erwachsenen, in 2008 eine Mädchenfußballabteilung zu gründen, die anfangs nur aus 10-15 Mädchen bestand und nun mittlerweile über 100 Mädchen zählt.

Darüber hinaus zählt der Lesben und Schwulenverband Berlin-Brandenburg zu den Kooperationspartnern des Vereins inkl. einer eigenen Mannschaft bei den Respekt Gaymes.

Zudem macht sich der Verein im Rahmen vieler und vielfältiger Aktivitäten und Aktionen gegen Rassismus stark.

Zum Schluss diskutierten die Teilnehmenden erste Ansätze sowie weiteren Unterstützungsbedarf, mit Blick auf die Umsetzung und Implementierung des Themas „Gegen sexualisierte Gewalt im Erwachsenensport“:

 

  • Aufnahme des Themas in die Übungsleiter/innenausbildung
  • Sensibilisierung der Vorstände für das Thema mehr Aufklärungsarbeit bezüglich der Erscheinungsformen sexualisierter Gewalt
  • seitens des DOSB mehr Druck mit Blick auf die Notwendigkeit des Themas  ausüben
  • Aufnahme im Ehrenkodex und Benennung von Beauftragten
  • Nutzen, Gewinn, Mehrwert aufzeigen und dahingehend aufklären
  • Satzungen entsprechend erweitern

Uni sono waren sich die Teilnehmenden einig, auf jeden Fall müsse das Thema der Prävention im Erwachsenensport weiter voran getrieben werden.

Opens external link in new windowHier finden Sie die Präsentation des Workshops.


  • Workshop "Für Respekt und Wertschätzung - gegen sexualisierte Gewalt im Erwachsenensport"
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