Projekt „Sport bewegt Vielfalt“ findet seinen Abschluss

In Rathenow wurde jetzt im Rahmen des Projektes „Sport bewegt – Vielfalt – Stadtentwicklung gemeinsam aktiv gestalten“ der neue "Rideplatz" eingeweiht.

Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Stiftung „Lebendige Stadt“ und des DOSB. Foto: DOSB
Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Stiftung „Lebendige Stadt“ und des DOSB. Foto: DOSB

Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Stiftung „Lebendige Stadt“ und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) waren am 20. und 21. Juni 2018 zu Gast in Rathenow, um an der Eröffnung des neuen Rideplatzes teilzunehmen. Das neue Freizeitareal war Bestandteil der Bewerbung der Stadt Rathenow, mit der sie im Dezember 2016 von der Stiftung und dem DOSB neben Stuttgart als Pilotkommune für das Projekt „Sport bewegt – Vielfalt – Stadtentwicklung gemeinsam aktiv gestalten“ ausgewählt wurde.

Unter den rund 90 Bewerbungen des von beiden Partnern initiierten Bundeswettbewerbs hatten die beiden Städte mit ihren Konzeptideen die Fachjury für eine vielfältige Sportkommune überzeugt. Jede der beiden Städte erhielt dafür von der Stiftung 40.000 Euro für die Umsetzung der Ideen und vom DOSB fachliche Beratung. Die Deutsche Sporthochschule in Köln ist für die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung der Maßnahmen verantwortlich. Ziel ist es, mittels maßgeschneiderter Projekte vor Ort über den Sport die Vielfalt und Lebensqualität zu sichern und zu verbessern. Die Eröffnungsfeier war für die Stiftung „Lebendige Stadt“ und den DOSB Anlass, die Projektbeteiligten aus Rathenow und Stuttgart zu einem zweitägigen Abschluss-Workshop in Rathenow einzuladen, um die Ergebnisse und Erfahrungen des Projekts zu besprechen.

„Rathenow zeigt mit der Umwandlung des ‚Reitplatzes‛ in einen ‚Rideplatz‛, wie auch in einer kleinen Kommune mit Sport viel bewegt werden kann. Beeindruckend ist dabei, wie viele unterschiedliche Bürgerinnen und Bürger Rathenows sich dabei eingebracht und mit angepackt haben“, sagte Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung „Lebendige Stadt“. Schon der Planungs- und Gestaltungsprozess sei ein Vorzeigebeispiel für Diversität. „Davon können viele andere Kommunen lernen und genau das möchte meine Stiftung erreichen. Die gute Zusammenarbeit mit dem DOSB war ganz maßgeblich für diesen Projekterfolg.“

Auch DOSB Präsident Alfons Hörmann zeigte sich von dem Projekt und der Kooperation mit der Stiftung „Lebendige Stadt“ begeistert. „Sport baut Brücken und bringt Menschen zusammen. Das ist hier in Rathenow und im Projekt generell vorbildlich gelungen“, sagte er. „Wir freuen uns zu sehen, welche positiven Effekte eine gelingende Zusammenarbeit zwischen Kommune und dem gemeinnützigen Sport haben kann und hoffen, dass diese Art der Kooperation viel Nachahmung findet. Mein Dank gilt der Stiftung ‚Lebendige Stadt‛, die ein solches Projekt ermöglicht hat und ein sehr engagierter Partner ist.“

Das Projekt „Sport bewegt Vielfalt“ hat ein Gesamtvolumen von 200.000 Euro und endet nun nach zweijähriger Begleitung der beiden Projektinitiatoren. Es soll eine Expertise für nachhaltige Strukturen und Kooperationsformen in Sachen Sport und Bewegung liefern, die in ganz Deutschland Anwendung findet. Dabei sollen durch das Teamwork von Kommune sowie Sportverbänden und -vereinen vor Ort aktive Begegnungsorte und Bewegungsräume geschaffen werden und mehr Vielfalt entstehen.

Rathenow

Im Mittelpunkt der Konzeptidee steht die Schaffung einer betreuten, zentral gelegenen Sport-und Freizeitfläche, die Anlaufstelle und Begegnungsstätte für alle Menschen werden soll – der Rideplatz. Durch eine große Vielfalt von Angeboten soll er eine Vielfalt von Nutzerinnen und Nutzern ansprechen. Dazu werden projektbezogen bestehende Netzwerkpartnerschaften eingebunden. Federführend für das Konzept sind das Bauamt der Stadt Rathenow sowie der Kreissportbund Havelland.

Stuttgart

Mittels eines Masterplans schaffen Verwaltung, Sportvereine und –verbände gemeinschaftlich bedarfsgerechte und altersspezifische Sport- und Bewegungsangebote. Die Projektziele bestehen in der Schaffung von innovativen Bewegungsflächen für unterschiedlichste Ziel-gruppen, die Entwicklung von spezifischen Sport- und Bewegungsangeboten entsprechend Alter und persönlicher Situation sowie der Erarbeitung eines übergeordneten Mitgliedschaftsmodells, das die Kooperation unter Sportvereinen fördert und gleichzeitig den Organisationsgrad erhöht. Hintergrund

Der demografische Wandel, der Zuzug von Menschen anderer Kulturen sowie veränderte Familienbilder und Geschlechterrollen machen die Gesellschaft zunehmend heterogener und diverser. Kommunen müssen daher Lösungen entwickeln, um attraktiv und lebenswert für alle zu sein. Sport und Bewegung haben dabei großes Potenzial. Sie halten nicht nur fit, sondern erfüllen auch wichtige soziale Aufgaben. Sport führt Jung und Alt genauso wie Menschen unterschiedlicher Herkunftsländer und Kulturen fast spielerisch zusammen und damit nicht selten aus der Einsamkeit – und manchmal auch aus einer Parallelwelt heraus in die Gemeinschaft. Für Menschen mit körperlichen oder geistigen Handicaps öffnen sich darüber neue Kontakte und ihre Aktionskreise erweitern sich. 

(Quelle: DOSB)


  • Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Stiftung „Lebendige Stadt“ und des DOSB. Foto: DOSB
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