Personalgewinnung und Chancengleichheit - eine Win-Win-Situation!

Wie kann das Thema Personalgewinnung/-bindung vom Themenfeld Chancengleichheit profitieren und umgekehrt? Teilnehmende des DOSB-Fachforums am 14. März diskutieren Antworten und ziehen positives Fazit.

 

Wie kann das Thema Personalgewinnung/-bindung vom Themenfeld Chancengleichheit profitieren und umgekehrt: Diese Fragen zu beantworten, motivierte ca. 50 Vertreter/innen des organisierten Sports für eine Teilnahme am Fachforum „Personalgewinnung/-bindung und Chancengleichheit in Führungspositionen – eine Win-Win-Situation!“,  zu dem der DOSB am 14. März 2014 nach Frankfurt am Main eingeladen hatte. Das Auditorium der Veranstaltung war so vielfältig, wie es das Thema versprach: Vertreterinnen und Vertreter ganz unterschiedlicher Verantwortungsebenen, wie Abteilungsleiter/in, Geschäftsführer/in, Direktor/in, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, Vizepräsident/in, deckten die Themenfelder Gleichstellung sowie Personalgewinnung und -bindung im Ehrenamt und Hauptberuf ab.

Ziel des Fachforums war es, den Zusammenhang und den gegenseitigen Mehrwert zwischen gleichstellungspolitischen Maßnahmen und den Prozessen der Personalgewinnung und -bindung darzustellen und gemeinsam mit den Teilnehmenden zu diskutieren sowie einen ersten Impuls zu geben, diese Themen künftig stärker miteinander zu verknüpfen.

Bereits in den Begrüßungsbeiträgen von Ilse Ridder-Melchers, Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung des DOSB, und Thomas Arnold, Direktor Finanzen und Personal im DOSB, wurde deutlich, wie eng beide Themenfelder zusammengehören. Stellenbeschreibungen und offene, formalisierte und transparente Rekrutierungsverfahren im Ehrenamt wurden ebenso thematisiert wie Home-Office-Regelungen für Mitarbeitende mit Kindern oder zu pflegenden Angehörigen und auf Stellenausschreibungen und Bewerbungsverfahren im Sinne einer chancengerechten Personalpolitik.

Mehrwert einer strategischen Verknüpfung

<media 47738 _blank download "TEXT, Hauptvortrag Dr. U. Iberer K. Witte-Abe, Hauptvortrag_Dr._U._Iberer_K._Witte-Abe.pdf, 1.1 MB">Initiates file downloadIm Tandem-Inputvortrag </media>„Voneinander profitieren: Personalgewinnung/-bindung und Chancengleichheit im Sport“ gaben Dr. Ulrich Iberer, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, und Kirsten Witte-Abe, stv. Leiterin des Ressorts Chancengleichheit und Diversity einen Einblick in die beiden Themenfelder. Anhand des sog. Regelkreislaufes „Personalentwicklung“ zeigten sie Schnittstellen von Chancengleichheit und Personalgewinnung und -bindung auf und machten daran den Mehrwert einer strategischen Verknüpfung beider Themen deutlich.

Wie die Verknüpfung in der Praxis schlussendlich aussehen kann, darüber referierten drei Expert/innen innerhalb und außerhalb des Sports unter dem Motto „Voneinander lernen“.

<media 47739 _blank download "TEXT, Fallbeispiel 1 Beate Weissmann Stadt Frankfurt a.M., Fallbeispiel_1_Beate_Weissmann_Stadt_Frankfurt_a.M..pdf, 1.2 MB">Initiates file downloadFrau Beate Weißmann</media>, Leiterin des Gleichberechtigungsbüros der Stadt Frankfurt am Main, kooperiert bereits erfolgreich mit den Kolleg/innen aus dem Personalamt der Stadt Frankfurt a.M. und begleitet in dieser Zusammenarbeit bspw. ein Mentoring-Programm, das sich an Mitarbeiterinnen der Stadt Frankfurt richtet mit dem Ziel, ihnen den Wiedereinstieg nach der Elternzeit zu erleichtern. 

<media 47740 _blank download "TEXT, Fallbeispiel 2 Dirk Engelhard LSB NRW, Fallbeispiel_2_Dirk_Engelhard_LSB_NRW.pdf, 1.1 MB">Initiates file downloadDirk Engelhard</media>, Landessportbund Nordrhein-Westfalen (LSB NRW), stellte das überaus beispielhafte Programm „Pfiff“ zur Frauenförderung in der Hauptberuflichkeit des Landessportbundes vor. Mitarbeiterinnen mit Führungsambitionen erhalten u.a. Möglichkeiten an externen und Inhouse-Fortbildungen sowie an einem Mentoring-Programm teilzunehmen.

Was andere Organisationen der Zivilgesellschaft zum Thema des Fachforums beizutragen haben, darüber informierte <media 47741 _blank download "TEXT, Fallbeispiel 3 Dieter Schoeffmann VIS A VIS, Fallbeispiel_3_Dieter_Schoeffmann_VIS_A_VIS.PDF, 409 KB">Initiates file downloadDieter Schöffmann</media>, VIS a VIS Beratung, Konzeption, Projekte, im Rahmen des dritten  Fallbeispiels. Auch er traf mit vielen seiner Thesen den „Nerv des Auditoriums“, u.a. zu der Frage, ob es wirklich immer weniger engagementbereite Personen  gäbe oder nicht vielmehr unsere Zugänge und Rahmenbedingungen die Bereitschaft, sich zu engagieren, erschweren?

Anregungen auf die eigene Arbeit übertragen

In den sich anschließenden Workshops standen diese und weitere Fragen im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden erarbeiteten in intensiven Diskussionen, wie eine engere Vernetzung der beiden Themen im eigenen Verband/Verein gestaltet werden kann, wie  Maßnahmen der Chancengleichheit in eigene Personalgewinnungsstrategien einzuordnen sind und welche Bereiche der Personalgewinnung /-bindung bisher unberücksichtigt bleiben.

Veranstaltungsmoderatorin Veronika Rücker, Führungs-Akademie des DOSB, resümierte am Ende des Tages: Das Fachforum hat einen ersten wichtigen Impuls geben können. Nun kommt es darauf an, die Inhalte und Anregungen auf die eigene Arbeit zu übertragen. Mit Blick auf die Fülle der Themen sind vor allem die wesentlichen und für den eigenen Verband wichtigen Bereiche – z.B. Hauptberuf und/oder Ehrenamt – zu konkretisieren. Dass es sich aber lohnt, die Themen Personalgewinnung/-bindung und Chancengleichheit enger miteinander zu verknüpfen, hat das Fachforum – darin waren sich alle einig – deutlich gemacht!

 

 



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