Migrantinnen hat der Sport viel zu bieten

Dokumentation einer wegweisenden Veranstaltung "Integration von Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund im und durch Sport" hieß das Thema eines Diskussionsforums, das am 21. November 2005 in Berlin stattfand und dessen Dokumentation jetzt vorliegt. Ilse Ridder-Melchers, die Vorsitzende des Bundesausschusses Frauen im Sport des Deutschen Sportbundes, fasst in besagter Dokumentation die übergreifenden Ziele wie folgt zusammen:

"Über eines sind wir uns klar geworden. Wir brauchen mehr Studien, mehr Kenntnisse und Wissen über Migrantinnen und ihre Wünsche. Ob nun eher quantitative oder qualitative; darüber mögen sich die Expertinnen klar werden. Als ebenso wichtig bezeichneten die Expertinnen die Bereinsberichterstattung, um Praxiserfahrungen besser auswerten zu können und mehr von einander zu lernen. Da kann ich nur zustimmen. Wir müssen das große Potenzial an Erfahrungen und Fähigkeiten für die gemeinsame Arbeit nutzbar machen.
 
Ich kann für den DSB feststellen, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir haben uns mit der neuen Grundsatzerklärung ‚Sport und Zuwanderung' neu positioniert. Integration ist keine Einbahnstraße, wir müssen uns öffnen und sensibler werden. Nur dann werden wir mehr Migrantinnen und Migranten in den Sport integrieren und sie auch als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf allen Ebenen und als Übungsleiterinnen gewinnen. Der Handlungsbedarf für die Integration von Mädchen und Frauen wird dort deutlich beschrieben.
Mit den Rahmenrichtlinien für Bildung und Qualifizierung sind weitere konkrete Umsetzungsschritte eingeleitet: Sowohl die Bedeutung interkultureller Bildung als auch Gender- Kompetenzen sind neu verankert und werden in der Praxis Wirkung entfalten. Wir haben einmal mehr festgestellt, dass der Schulsport in besonderer Weise in der Pflicht ist. Er kann alle Migrantinnen- Mädchen erreichen und für den Sport begeistern. Wenn ihre ersten Erfahrungen mit dem Schulsport aber  negativ sind, sind diese Mädchen für den Vereinssport schon fast verloren. Eine enge Kooperation Schule/Verein kann hier helfen. Es gibt neue Anknüpfungspunkte, wie z.B. Sport im Ganztagsschulen u.a.m..
 
Zu begrüßen ist die Initiative des Senators Böger hier aus Berlin, der den Schulen eine Berichtspflicht über die Befreiungsanträge vom Schulsport aus religiösen Gründen verordnet hat. Das ist ein erster Schritt, damit Schulen die Befreiungsanträge nicht einfach nur abhaken. Weitere müssen folgen und zwar schnell. Erfolgreiche gesellschaftliche Integration braucht viele Kooperationspartner und Netzwerke, denn es ist eine gesellschaftliche Herausforderung, die alle angeht. Der Sport mit seinen vielen gesellschaftlichen sozialen Aufgaben wird diese zusätzliche Aufgabe nicht alleine schultern können. Besonders für die Integration von Mädchen und Frauen braucht es neue Konzepte, Partnerschaften und viel Engagement."
 
 
Die Dokumentation finden Sie als pdf-Datei hier...

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch unter www.integration-durch-sport.de
 



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