Ingelore Rosenkötter Gleichstellungspreis 2012

DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers gratuliert Ingelore Rosenkötter /Foto: Anja Schnabel
DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers gratuliert Ingelore Rosenkötter /Foto: Anja Schnabel

Ingelore Rosenkötter - ihr Name ist ganz eng mit dem Landessportbund Bremen verbunden. Sie ist die erste und bis jetzt einzige Frau, die 1998 an die Spitze des Landessportbundes Bremen gewählt wurde, nachdem sie dort acht Jahre lang als Vizepräsidentin gewirkt hat.
Bis heute gab bzw. gibt es in der über 60 jährigen Sportgeschichte der Nachkriegszeit insgesamt nur drei Frauen, die einen Landessportbund als Präsidentin geführt haben: Renate Schneider war von 1993 – 1999 Präsidentin im LSB Brandenburg Karin Augustin ist seit 2008 Präsidentin im LSB Rheinland-Pfalz. 

Ingelore Rosenkötter ist mit ihrem jahrzehntelangen ehrenamtlichen Engagement ein Vorbild für Einsatzbereitschaft und langen Atem - nicht nur in Bremen sondern auch bundesweit. Ihre Führungsaufgaben im Sport hat mit großem Elan und Erfolg gemeistert.

Und wie fing alles an? Es begann in den Siebziger Jahren. Ingelore Rosenkötter wollte sich auf ihre ehrenamtlichen Aufgaben bestens vorbereiten und absolvierte zunächst eine Reihe von Ausbildungen im Sport:

Übungsleiterin,  Jugendleiterin, Organisationshelferin – heute ist das „Vereinsmanagerin“.

1979 wurde sie zur zweiten Vorsitzenden in der Bremer Sportjugend und im Kreissportbund Bremen Stadt gewählt.

Ein Jahr später begann ihr ehrenamtliches Engagement auf Bundesebene:

- als Mitglied im Arbeitskreis „Mädchen und Frauen“ der deutschen Sportjugend

-  und als Vertreterin der Deutschen Sportjugend war sie Mitglied im damaligen Bundesausschusses Frauen im Sport des damaligen Deutschen Sportbundes.

Dort hat Ingelore Rosenkötter den Frauenförderplan mit erarbeitet - ein
gleichstellungspolitischer Meilenstein, den die Frauen im ehemaligen Deutschen Sportbund damals gegen viele Widerstände durchsetzen mussten.

Dieser Frauenförderplan[1] sollte dazu beitragen die stärkere Beteiligung von Frauen an Organisation, Verwaltung, Führung und politischer Vertretung im Sport zu fördern und zu realisieren - wahrlich eine Sisyphos-Aufgabe, die uns heute noch beschäftigt! Zeitgleich hat Ingelore Rosenkötter auch entsprechende Satzungsänderungen im LSB Bremen vorangetrieben und die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern bei Planungs-, Entscheidungs- und Umsetzungsprozessen und die gleichberechtigte Teilnahme in der Bremer LSB-Satzung als Aufgabe verankert.

Als Präsidentin des LSB Bremen war sie im Deutschen Sportbund Mitglied in der Präsidialkommission Bürgerschaftliches Engagement, Vorsitzende der ständigen Konferenz der Landessportbünde und hat auch die Fusionsgespräche zwischen dem Deutsche Sportbund und dem Nationalen Olympischen Komitee für Deutschland als einzige Frau in der gemeinsamen Strukturkommission maßgeblich mit gestaltet.

Mitte der 80ziger baute sie den Bremer Arbeitskreis „Bewegung in der Krebsnachsorge“ mit auf. Ziel des Arbeitskreises war und ist die Ausbildung von Übungsleiterinnen, um ein möglichst breites Kursangebot anbieten zu können. Der erste Lehrgang fand 1988 mit 18 Teilnehmerinnen statt. Heute gibt es über 50 ausgebildete Übungsleiterinnen. Das Programm umfasst mehr als 27 Kurse, die regelmäßig von montags bis donnerstags stattfinden. Es richtet sich schwerpunktmäßig an Frauen. Sie sollen die positiven Gesundheitseffekte des Sporttreibens erfahren. Sport soll helfen, den Körper nach der Erkrankung wieder anzunehmen, ein positives Körpergefühl zu entwickeln und das Selbstbewusstsein zu stärken.

2006 erhielt Ingelore Rosenkötter für ihr großes Engagement für den Sport mit der goldenen Ehrennadel die höchste Auszeichnung des LSB Bremen.

Dann folgte für sie der Wechsel in die Politik. Im November 2006 wurde sie zur Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales in den Senat der Freien Hansestadt Bremen ernannt. In dieser neuen Aufgabe konnte sie ihr Engagement für Kinder, Jugendliche und soziale Anliegen voll entfalten. Ingelore Rosenkötter hat auch in der Zeit als Senatorin den Kontakt zum Sport nicht abgebrochen. 

Gleich im Anschluss an die politische Tätigkeit übernahm Ingelore Rosenkötter 2011 als Vorsitzende der Special Olympics Bremen erneut Führungsaufgaben im Sport. Liebe Ingelore, Du blickst heute auf über 30 Jahre erfolgreiche ehrenamtliche Arbeit im Sport zurück. Ich wähle diesen Ausdruck mit Bedacht. Du warst immer eine Teamplayerin und hast deine Aufgaben und Führungsämter einerseits als Ehre andererseits als Herausforderung verstanden: gemeinsam mit Gleichgesinnten für Ziele und Erfolge zu arbeiten und damit der Gemeinschaft zu nutzen und zu dienen.

 


[1]Der Frauenförderplan wurde 1995 auf der Frauenvollversammlung verabschiedet.


  • DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers gratuliert Ingelore Rosenkötter /Foto: Anja Schnabel
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