Idealtypische Sportkindergärten<br>Der Landessportbund Hessen stellt Entwürfe vor

Maximaler Raum zum Toben und Ballspielen, viele Seile zum Klettern, Matten für Purzelbäume, und, und, und.... Interessenten für den Aufbau eines Sportkindergarten haben bald die Chance, sich an einem idealtypischen Vorbild zu orientieren und für Kinder ein Bewegungsparadies zu schaffen.

 

Sport auf spielerische Art im Mittelpunkt
Sport auf spielerische Art im Mittelpunkt

Auf Initiative des Landessportbundes Hessen haben Studenten der FH Darmstadt erstmals Planungsentwürfe für die optimale Anlage eines Sportkindergarten erstellt. Der klare Schwerpunkt liegt auf mehr Bewegungsfreiheit und einer eigenen Sporthalle in den Tagesstätten.
 
"Die normale Größe der Gruppenräume und auch die Flure bieten den Kindern in vielen Einrichtungen kaum Möglichkeiten, ihren Bewegungsdrang auszuleben", bemängelt Professor Frank Dierks, Leiter des Uni-Projekts, die Begebenheiten. "Insbesondere bei schlechtem Wetter ist das ein großes Problem."
 
Ein eigener Sportraum ist neben großzügigeren Gruppenräumen das wichtigste Element. Dieser Raum sollte robust und von mindestens 16 mal 24 qm Größe und 8 m Höhe sein. Außerdem sind die ballsichere Ausstattung, ein elastischer Boden, gepolsterte Prallwände und ein Geräteraum fast Pflicht. Eine helle und freundliche Ausgestaltung sind eine Selbstverständlichkeit. Der Landessportbund Hessen wird schon bald eine CD-Rom mit den idealtypischen Planungsentwürfen veröffentlichen.
 

Für die Wissenschaft steht die Bewegung auf spielerischer Weise im Vordergrund. "Durch den Sport wollen wir das Selbstvertrauen der Kinder aufbauen und stärken. Wir wollen ihnen die Chance geben, ihre Feinmotorik zu verbessern und ihren Körper besser kennen zu lernen." begründet Professor Dierks den Hintergrund der Initiative. Die Ausbildung der ErzieherInnen zu qualifizierten ÜbungsleiterInnen gehört zum festen Bestandteil eines Sportkindergartens.
 
Beim Umbau von Tagesstätten in Sportkindergärten muss nicht unbedingt eine neue Halle gebaut werden. Oftmals können auch die Hallen der örtlichen Sportvereine genutzt werden, wie zum Beispiel im hessischen Weiterstadt. Hier ist der örtliche Sportverein Träger des Sportkindergartens, der auf dem Gelände des Vereins alle Sportanlagen nutzen kann. Ansonsten empfiehlt Professor Dierks beim Bau einer Sporthalle auch in Kindergärten die Normen von Wettkampfhallen einzuhalten. "Eine mögliche Nutzung über die Kindergärten hinaus erleichtert die Finanzierung." betont Professor Dierks.

 

Impressionen aus den prämierten Sportkindergärten


  • Sport auf spielerische Art im Mittelpunkt
    Sport auf spielerische Art im Mittelpunkt
  • Helle und freundliche Ausstattung
    Helle und freundliche Ausstattung

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