Fusion – Ein Thema auch bei der Frauen-Vollversammlung in Schwerin

„Die Zukunft des Sports gestalten“ ist das Motto der Vollversammlung des Bundesausschusses Frauen im Deutschen Sportbund (DSB) vom 30. September bis 2. Oktober in Schwerin. Das Thema legt nahe, dass es auch bei den Frauen diesmal um die Fusion des DSB mit dem Nationalen Olympischen Komitee geht. Und vor allem, welche Folgen der Zusammenschluss für die über zehn Millionen weiblichen Mitglieder haben könnte. DSB-Präsident Manfred von Richthofen selbst macht sich in die mecklenburg-vorpommerische Hauptstadt auf, um mit einer Grundsatzrede „Die Zukunft des Sports gestalten – auf dem Weg zur gemeinsamen Dachorganisation“ den Frauen den Stand der Dinge – und den zukünftigen Kurs mitzuteilen.

"Frauen sind längst mehr als Trendgruppe im Sport"

Obwohl der Präsident den Sportfrauen immer ein verlässlicher und wohlwollender Partner  war und ist, wollen diese doch auf Nummer sicher gehen. Ausschuss-Vorsitzende Ilse Ridder-Melchers: „Wir legen unsere Vorschläge der Vollversammlung zur Abstimmung vor. Es geht um den Erhalt der Frauenvollversammlung, des Bundesausschusses und einer verbindlichen Quotierung in allen Gremien des neuen Dachverbandes. Ich erwarte eine breite Zustimmung.“ Und sie betont: „Es geht hier nicht allein um die Interessen der Frauen, sondern um die Zukunft des Sports. Frauen sind längst mehr als eine Trendgruppe im Sport. Nur in den Führungsetagen fehlt noch die Begegnung auf gleicher Augenhöhe. Wir müssen im Sport unsere Türen weit öffnen für Mädchen und Frauen, sonst geht uns die Puste aus.“

Sport tut Frauen gut - Frauen tun dem Sport gut

Neben der Fusion wird auch eine Zwischenbilanz der Kampagne „Sport tut Frauen gut –Frauen tun dem Sport gut“ gezogen, die genau vor einem Jahr auf der Vollversammlung in Ingolstadt gestartet wurde. In fast allen Landessportbünden gibt es 2005 Auftaktveranstaltungen zur Kampagne, so bunt und vielfältig, wie die Arbeit für und mit Frauen im Sport. Um die erfolgreiche Arbeit in Ehrenämtern und Führungspositionen des Sports geht es in Schwerin im Rahmen einer Fachtagung. Erfahrene Trainerinnen werden mit den Führungsfrauen des Sportes gemeinsam erfolgversprechende Strategien erarbeiten.

Österreichs Innenministerin zu Gast
 
Natürlich haben sich auch wieder Gäste angesagt. Eine alte Bekannte im Sport, die sich nun aber in der großen Politik bewegt, ist Liese Prokop. Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexico City gewann die Fünfkämpferin hinter Ingrid Mickler-Becker die Silbermedaille, war Europameisterin und Weltrekordlerin und ist seit Dezember 2004 Österreichs Innenministerin. Die Alpenrepublik hat derzeit den Vorsitz des EWS (European Woman and Sport) und hat zum Motto „Gute Führung im Sport – ein beispielhaftes Modell für eine neue Zivilgesellschaft“ gewählt.

Europäische Frauen- und Sportkonferenz 2006 in Wien

Die Ministerin ist Vorsitzende der EWS Steering Group. „Es ist mir sehr wichtig, das Thema auf europäischer Ebene zu diskutieren und zu zeigen, dass der Sport eine gesellschaftliche Vorreiterrolle spielen kann“, sagt sie. Die Politikerin wollte auch, dass man sich im eigenen Land mit der Thematik „Führung“ beschäftigt. Drei Bundes-Dachverbände  haben  in den Bereichen Spitzensport, Breitensport und Sportstrukturen Projekte initiiert, die im Zusammenhang mit Führung/Leitung stehen und „die dann bei der siebten Europäischen Frauen- und Sportkonferenz vorgestellt werden“. Die tagt übrigens vom 24. bis 26. März 2006 in Wien.



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