„DOSB-Vertreterin im Vorstand des Deutschen Frauenrates“

Mitgliederversammlung des Deutschen Frauenrates vom 10. bis 12. November 2007 im Bildungszentrum Erkner/Berlin.

 

Delegierte DOSB MV Deutscher Frauenrat
Delegierte DOSB MV Deutscher Frauenrat

 „Mit Gabriele Wrede, Vizepräsidentin Breitensport des LSB Berlin, wurde auf der letzten Mitgliederversammlung erstmalig eine Vertreterin des Deutschen Olympischen Sportbundes in den Vorstand des Deutschen Frauenrats gewählt. Damit können wir den Kontakt zu den anderen Frauenverbänden intensivieren und die Interessen der Frauen im Sport direkter einbringen.“ Dies erklärte die DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers, die sich gemeinsam mit den delegierten Frauen des DOSB über die gelungene Wahl freute.

Gabriele Wrede bringt für diese neue Aufgabe eine Menge Erfahrungen mit und will die Vertretung in enger Kooperation mit der Sprecherinnengruppe und in Rückkopplung zur Frauenvollversammlung wahrnehmen.

Als stellvertretende Kassenprüferin erhielt Bärbel Puchert, Vertreterin des Deutschen Handball-Bundes das Vertrauen der Mitgliederversammlung. 

Breiten Raum nahmen die Diskussionen über Arbeitspapiere zur Steuerpolitik und zur Gesundheitsreform ein. Die Mitgliederversammlung forderte die Bundesregierung erneut auf, den Gender-Mainstreaming-Ansatz in der Gesundheitspolitik bei geplanten Gesetzesvorhaben und anderen Maßnahmen konsequent zu verfolgen.

Außerdem forderte die Mitgliederversammlung Bundeskanzlerin Merkel auf, Gleichstellung zu einem Thema der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 zu machen.

Im einzelnen fordert die Frauenlobby in einem Schreiben an Merkel u.a. den beruflichen Chancen der jungen Frauen in der EU mehr Aufmerksamkeit zu widmen und endlich das Versprechen der Lohngleichheit umsetzen, das bereits vor 50 Jahren bei der Gründung der EWG in den Römischen Verträgen festgeschrieben wurde .Deutschland stehe im europäischen Vergleich „beschämend schlecht da muss dringend die Ursachen für den hohen Frauenanteil bei Teilzeitarbeit und geringfügiger Beschäftigung ebenso beseitigen wie die diskriminierende Unter-bewertung typischer Frauenberufe“, heißt es in dem Brief des Deutschen Frauenrates an die Bundeskanzlerin.

Entgeltgleichheit

 Entgeltgleichheit sei auch für das Bundesfrauenministerium zentral, versicherte Eva-Maria Welskop-Deffaa, Leiterin der Abteilung Frauen im BMFSFJ, die Gastrednerin auf der Mitgliederversammlung des Deutschen frauenrates am vergangenen

Sonntag war. Welskop-Deffaa verweis u.a. darauf, dass die Arbeitgeber in den niedrigen Einstiegsgehältern von Frauen oft bereits das Risiko der Kinderpausen „einpreisen“ würden. Und sie bestätigte die Erfahrungen, dass die Entgeltun-gleichheit zu Ungunsten von Frauen zunimmt, je höher deren Qualifikation und die Position ist, die sie besetzen.

 Der Forderung nach einem Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft, die von der Mitgliederversammlung auch in diesem Jahr wiederholt wurde, bracht Welskop-Deffaa wenig Sympathie entgegen. Die bisherigen Resultate des Bundesgleich-stellungsgesetzes seien mager, so gäbe es z.B. aktuell nur 15 Prozent Abteilungs-leiterinnen und nicht eine beamtete Staatssekretärin, berichtete

Welskop-Deffaa. Dies gäbe Anlass zu Skepsis gegenüber gesetzlichen Regelungen. „Vitale Veränderungen“ setzten Freiwilligkeit voraus, so die Leiterin der Abteilung Frauen im BMFSJF. 

Vorsitzende im Amt bestätigt

 Brunhilde Raiser bleibt Vorsitzende des Deutschen Frauenrates . Die 53-jährige Germanistin und evangelische Theologin, Präsidiumsmitglied der Evangelischen Frauenarbeit in Deutschland, wurde mit überwältigender Mehrheit wieder gewählt. Als eine ihrer Stellvertreterinnen wurde Brigitte Triems vom Demokratischen Frauenbund bestätigt; als weitere Stellvertreterin Claudia Menne, Leiterin der Abteilung, Gleichstellungs- und Frauenpolitik beim Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes, neu gewählt. Beisitzerinnen sind: Marlis Brouwers (Katholischer Deutschen Frauenbund), Brigitte Faber (Weibernetz), Almuth Kollomorgen (Deutscher Juristenbund), Heike Leitner (Fachgruppe „Frauen in der Informatik“ in der Gesellschaft für Informatik), Eva Schneider-Borgmann (Deutscher Frauenring), Gabriele Wrede (Deutscher Olympischer Sportbund).

 


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