DOSB-Partnerverband im Netzwerkprojekt: LSV Baden-Württemberg stellt seine Einzelprojekte vor

Das Jahr 2009 steht unter dem Motto „Frauen gewinnen!“ - mittendrin befindet sich das Netzwerkprojekt „Bewegung und Gesundheit - mehr Migrantinnen in den Sport“.

Der DOSB setzt dieses Projekt gemeinsam mit seinen engagierten Partnern, dem Deutschen Ju-Jutsu-Verband, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, dem Deutschen Turner-Bund, der Sportjugend Berlin und dem Landessportverband Baden-Württemberg um.

Jetzt stellte der Landessportverband Baden-Württemberg bei seinem Pressegespräch am 28.07.09 konkrete Kursangebote (Sport- und Zusatzangebot) für Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund in den teilnehmenden Vereinen vor.

„Mit dem Projekt ‚FRAUEN GEWINNEN!’ und dem Netzwerkprojekt ‚Bewegung und Gesundheit – mehr Migrantinnen in den Sport’ verfolgt der DOSB sehr ehrgeizige Ziele. Wir wollen Begeisterung für Bewegung und Sport wecken und Frauen Mut machen, Führungsaufgaben im Sport zu übernehmen. Frauen gewinnen, heißt mit Frauen gewinnen, denn der Sport braucht das Engagement und die Ideen der Frauen“, so Ilse Ridder-Melchers, DOSB-Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung.

LSV-Präsident Dieter Schmidt-Volkmar unterstreicht dies: „Wir möchten verstärkt diese Zielgruppe für Bewegungs- und Sportangebote gewinnen, da sie in den Sportvereinen noch stark unterrepräsentiert ist“. In seinen Erläuterungen führte Schmidt-Volkmar weiter aus, dass der Landessportverband Baden-Württemberg bereits seit 20 Jahren erfolgreich das DOSB-Programm „Integration durch Sport“ umsetzt: „Die Erfahrungen, die wir dabei gemacht haben, fließen nun in das neue Projekt ein.“

Die Stuttgarter Sportvereine TB Bad Cannstatt, TB Untertürkheim, SKG Gablenberg, TV 89 Zuffenhausen, SV Rot und MTV Stuttgart setzen das DOSB-Netzwerkprojekt „Bewegung und Gesundheit – mehr Migrantinnen in den Sport“ um. Dass das Modellprojekt in sechs Sportvereinen in Stuttgart verwirklicht wird, hängt mit der Bevölkerungsstruktur der Landeshauptstadt zusammen. Rund 228.000 Stuttgarter haben einen Migrationshintergrund. Damit gehört Stuttgart zu den Großstädten in Deutschland mit dem höchsten Migrant/-innenanteil. Die Inhalte des DOSB-Netzwerkprojekts, das vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert wird, sind nicht nur sportliche Projektbausteine, Angebote unter anderem aus dem Gesundheitsbereich oder der Sprachförderung ergänzen die Konzeption sinnvoll. Dr. Barbara Oettinger, LSV-Präsidiumsmitglied für Frauen: „Wir werden neben den Sportkursen und um die Sportkurse herum Angebote aus dem Bildungsbereich platzieren, um die Chancen einer nachhaltigen Integration zu erhöhen. Ein großes Themenfeld ist die Gesundheit. Für Angebote aus diesem Bereich arbeiten wir unter anderen mit dem Gesundheitsamt, dem Deutschen Roten Kreuz oder dem Landratsamt (Ernährung) zusammen. Weitere Partner sind Sprachkursträger oder Schulen.“ Um die entsprechenden Bildungsanbieter auswählen zu können, werden die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen abgefragt.

In jedem Verein werden drei Kurse zeitlich versetzt stattfinden. Die Kurse starten nach den Sommerferien und laufen 12 Wochen; beim TB Bad Cannstatt (Schwimmen) und bei der SKG Gablenberg (Fitnessgymnastik) haben jetzt schon Kurse begonnen. Wenn dieser Kurs beendet ist, beginnt ein neuer Kurs, ebenfalls 12 Wochen. Nach diesem Kurs gibt es noch mal einen zwölfwöchigen Kurs.

Um eine Nachhaltigkeit zu erzielen und die Mädchen und Frauen für den Vereinssport zu gewinnen, sind die Kursangebote so gestaltet, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt in den Verein überführt werden können.



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