DOSB-Netzwerkprojekt im Bundeskanzleramt vorgestellt

„Sport + X“ – diese zukunftsweisende Integrationsformel ist in der Sitzung der Arbeitsgruppe „Sport und Integration“ im Bundeskanzleramt in Berlin vorgestellt worden. Kernelement ist eine gleichberechtigte Teilhabe von Migrantinnen im Sport und in unserer Gesellschaft.

 

„Sport+X“ verfolgt einen dualen Ansatz: Sport und Zusatzangebote, die sich nach den Bedürfnissen und Interessen der Migrantinnen richten, werden miteinander kombiniert. Die Mädchen und Frauen treiben Sport und absolvieren gleichzeitig Weiterbildungen zur Übungsleiterin, erhalten Sprachförderung, machen Erste-Hilfe- oder Babysitter-Kurse oder lernen, Bewerbungen zu verfassen.
Gleichzeitig werden nachhaltige Netzwerkstrukturen aufgebaut, denn die Zusatzangebote werden über Kooperationen mit Partnern und Partnerinnen aus dem lokalen Umfeld sichergestellt.

Der strategische Charakter dieses Projektes, der gleichzeitig eine schrittweise interkulturelle Öffnung unserer Sportverbands- und Vereinsstrukturen verfolgt, stieß bei den Vertreter/-innen der Arbeitsgruppe im Bundeskanzleramt auf reges Interesse.
Der DOSB gestaltet gemeinsam mit seinen Partnern, dem Ju-Jutsu-Verband, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, dem Deutschen Turner-Bund, der Sportjugend Berlin und dem Landessportverband Baden-Württemberg passgenaue Angebote für Migrantinnen, die – so Ilse Ridder-Melchers, Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung im DOSB, - „aufgrund interkultureller Begegnungen und Kontakte sozialer Isolation entgegenwirken“.

Mit seiner so genannten anti-defizitären Ausrichtung geht es im Netzwerkprojekt darum, Stärken und Talente der Migrantinnen zu fördern und nicht lediglich zu versuchen, Schwächen zu beheben. Die Förderung aktiver Mitsprache und Mitgestaltung von Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund bedeutet nicht nur einen erheblichen Gewinn für den Sport, sondern schafft einen neuen gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Arbeitsgruppe „Sport und Integration“ unter der Leitung von Staatsministerin Maria Böhmer arbeitet an der Weiterentwicklung des Nationalen Integrationsplans. Die Ergebnisse des DOSB-Netzwerkprojektes können einen wichtigen Beitrag dazu leisten.



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