DOSB-Mentoring-Programm: An die Spitze, fertig, los!

Zehn Spitzensportlerinnen wollen nach ganz oben - das Mentoring-Programm des DOSB verleiht ihnen Karriereleiter-Know-how und Chefsessel-Chuzpe.

Die zehn Mentees des DOSB-Mentoring-Programms 2014/2015. Foto: DOSB
Die zehn Mentees des DOSB-Mentoring-Programms 2014/2015. Foto: DOSB

Von der Champions League bis hin zum Olympiagold haben sie alles gewonnen. Sie waren Europasiegerinnen und deutsche Meisterinnen. Nun wollen zehn ehemalige Top-Athletinnen noch einmal durchstarten - im DOSB-Trainingslager für die Karriere. „Die Sportlerinnen haben in ihrer aktiven Laufbahn bereits gezeigt, dass sie Kraft und Ausdauer haben und wichtige Voraussetzungen für die berufliche Karriere wie Zielstrebigkeit und Durchsetzungsvermögen aber auch Demut mitbringen. Das sind für Funktionärinnen und Funktionäre unerlässliche Kompetenzen“, postulierte DOSB-Vizepräsidentin Leistungssport Christa Thiel anlässlich der Start-Up-Veranstaltung des Mentoring-Programms ‚Mit dem gemischten Doppel an die Spitze!’ am 4. April in Frankfurt am Main.

„Allerdings sind die Spielregeln auf den Führungsetagen andere als im aktiven Sport, da die Sport-Organisationen anders 'ticken'. Führungspositionen sind selten klar formuliert und ohne ein breites, engmaschiges Netzwerk sind die Topetagen kaum zu erklimmen“, fügte Thiel hinzu, die gemeinsam mit Ilse Ridder-Melchers, Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung, sowie Karin Fehres, Direktorin für Sportentwicklung, die geballte Ladung Führungsfrauen des DOSB beim Mentoring-Start-Up repräsentierte. „Aber die Mentees haben einen Vorteil“, verriet Christa Thiel. „Sie kennen schon einen Großteil des Sports und müssen 'nur' noch die entscheidenden Spielregeln lernen.“

Deshalb stellt der DOSB den zehn weiblichen Nachwuchs-Führungskräften, den Mentees, ein Jahr lang kompetente Mentorinnen und Mentoren aus dem Sportbereich zur Seite. „Damit wollen wir ihre Talente fördern, ihre Führungskompetenzen erweitern, ihnen Einblicke in die Spielregeln und Verhaltensweisen von Führungsgremien geben und sie mit zahlreichen Veranstaltungen in beruflich oder ehrenamtlich relevante Netzwerke einführen“, erklärte Ilse Ridder-Melchers. Karin Fehres appellierte an die neuen Mentees, sich als Motor der Mentoring-Beziehung zu verstehen und die Chance zu nutzen, an der Seite starker Mentorinnen und Mentoren Erfahrungen nun auch auf der anderen Seite des Sports sammeln zu können. Für den Wechsel aus der Turn- oder Eishalle, vom Fußball- oder Hockeyrasen in die Chefetagen des organisierten Sports bringen die erfolgreichen Sportlerinnen nach Auffassung von Sportfive-Consultant Verena Jung beste Voraussetzungen mit: Immerhin 80 Prozent der Frauen, die es weltweit in Top-Positionen geschafft haben, waren früher Leistungssportlerinnen, die größtenteils auf ihre sportliche Kaderschmiede für den Job schwören.

Ein Garant für die berufliche oder ehrenamtliche Karriere sind sportliche Medaillen trotzdem nicht, aber der Leistungssport verbessert durchaus die Startposition. Ein gezieltes Mentoring eröffnet neue Wege und bietet Perspektiven - eine Erfahrung, die auch die Mentees und Mentoren des ersten Programmes gemacht haben und über die sie als Alumni im Rahmen der Auftaktveranstaltung berichteten. Schon 2012 bis 2013 veranstaltete der DOSB unter der Leitung von Kirsten Witte-Abe, stellvertretende Ressortleiterin Chancengleichheit und Diversity, mit fachlicher Begleitung durch die EAF Berlin, in persona Kathrin Mahler Walther, Vorstandsmitglied und stellvertretende Geschäftsführerin der EAF Berlin, ein Trainingscamp für ehemalige Spitzensportlerinnen. „Wir wollen nach der erfolgreichen Pilotphase erneut ehemalige Leistungssportlerinnen für eine berufliche oder ehrenamtliche Laufbahn im organisierten Sport oder im Sportumfeld motivieren und qualifizieren“, betonte Kirsten Witte-Abe. Gewinnen können die zehn Mentees auch diesmal - jede Menge Know-how für die Karriereleiter und das nötige Selbstbewusstsein für Chefsessel-Positionen.

Die zehn Mentees sind:

Annelie Brendel (Fußball-Europameisterin und DFB-Pokalsiegerin), Alexandra Engelhardt (Vize-Europameisterin im Ringen), Dana Glöß (fünffache Deutsche Meisterin im Bahnradsport), Natascha Keller (Olympiasiegerin und Europameisterin im Hockey), Christiane Knittel (zweifache Deutsche Meisterin im Ringen), Nadine Krause (Welt-Handballerin, Deutsche Meisterin und Europapokal-Siegerin im Handball), Katrin Mattscherodt (Olympia-siegerin im Eisschnelllauf), Navina Omilade-Keller (Fußball-Europameisterin, Champions League-Siegerin, DFB-Pokalsiegerin), Conny Pohlers (Fußballwelt- und Europameisterin, Champions League-Siegerin, DFB-Pokalsiegerin), Patrizia Wittich (Deutsche Vizemeisterin und Deutsche Meisterklasse im Eiskunstlauf).

(Quelle: DOSB)


  • Die zehn Mentees des DOSB-Mentoring-Programms 2014/2015. Foto: DOSB
    Die zehn Mentees des DOSB-Mentoring-Programms 2014/2015. Foto: DOSB

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