DOSB erklärt 2009 zum "Jahr der Frauen im Sport"

Der Deutsche Olympische Sportbund hat das Jahr 2009 zum “Jahr der Frauen im Sport” erklärt und will unter dem Motto "Frauen gewinnen!" mehr Frauen zum Sport und in die Spitzengremien von Verbänden und Vereinen bringen.

DOSB-Präsident Thomas Bach stellt sich beim Neujahrsempfang zum Gruppenbild mit DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers (li. hinter Bach) und einigen Repräsentantinnen aus den Mitgliedsorganisationen. Copyright: Frank May/dpa
DOSB-Präsident Thomas Bach stellt sich beim Neujahrsempfang zum Gruppenbild mit DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers (li. hinter Bach) und einigen Repräsentantinnen aus den Mitgliedsorganisationen. Copyright: Frank May/dpa

Auf dem Neujahrsempfang des DOSB am Montag im Frankfurter Römer betonte DOSB-Präsident Thomas Bach, die Aktion stehe ganz oben auf der Prioritätenliste des Verbandes: “Wir wollen mit unseren Aktionen möglichst viele Frauen und Mädchen für den Sport begeistern und wir müssen unsere Führungspositionen stärker für Frauen öffnen.” Gefordert seien vor allem die DOSB-Mitgliedsverbände.

Einen besonderen Dank richtete Bach an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel für die Übernahme der Schirmherrschaft über das “Jahr der Frauen im Sport” im DOSB. Im Rahmen des von Merkel als “vorbildlich” gelobten Konzeptes organisiert der DOSB 2009 zahlreiche Veranstaltungen, Kooperationen und Projekte. Auf dem Neujahrsempfang wurde der Verbandswettbewerb “Frauen an die Spitze” vorgestellt. Verbände können sich 2009 mit Projekten bewerben, die sich in besonderer Weise um die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in allen Gremien ihres Verbandes bemühen.

Mit den FrauenSportWochen 2009 sprechen Vereine von Mitte Mai bis September bundesweit mit eigenen Aktionen gezielt Frauen an, die noch nie oder schon lange keinen Sport mehr betrieben haben. Prominente Frauen aus Politik und Sport wie die Bundesministerinnen Ursula von der Leyen, Annette Schavan, Ulla Schmidt und Brigitte Zypries oder erfolgreiche Athletinnen wie Kirsten Bruhn, Anna Dogonaze, Steffi Jones und Kati Wilhelm stellen sich als Unterstützerinnen zur Verfügung; in “Führungstalente-Camps” werden Kommunikations- und Verhandlungskompetenz, Rhetorik und Konfliktmanagement geschult.

Die DOSB-Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung, Ilse Ridder-Melchers, nannte in Frankfurt als Ziele von FRAUEN GEWINNEN! Sport für alle Frauen und uneingeschränkte Teilhabe an Führungspositionen: “Um es etwas salopp zu formulieren –  Fifty-fifty. Das ist keine Utopie. Unsere Ziele sind realistisch, notwendig, ja sogar überlebenswichtig für den Sport. Wir wollen Mut machen und das gelingt besonders gut mit erfolgreichen Vorbildern.”

Mit Blick auf die globale Finanz- und Wirtschaftskrise sagte der DOSB-Präsident, der Sport stehe mitten in der Gesellschaft und bleibe davon nicht unberührt: Der Sport sei jedoch nicht Teil des Problems, der Sport sei Teil der Lösung und zwar sowohl im sozialen wie auch in wirtschaftlichen Bereich. Thomas Bach: “Der Sport trägt zur Stabilisierung der Gesellschaft bei und entfaltet die gerade in Zeiten der Unsicherheit notwendige Bindungswirkung und Identifikation mit dem Gemeinwohl.”

Bach rief alle Verantwortlichen in den deutschen Städten und Gemeinden eindringlich dazu auf, das Investitionsprogramm der Bundesregierung insbesondere zur dringend benötigten Sanierung oder dem Neubau vieler Sportstätten zu nutzen. So könnten die Kommunen einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung und zu sozialer Stabilität gleichzeitig leisten.

Gemeinsam mit der Sparkassen-Finanzgruppe hat der DOSB bei seinem Neujahrsempfang die Eliteschule des Sports des Jahres 2008 ausgezeichnet. Der von der Sparkassen-Finanzgruppe mit 10.000 Euro geförderte Preis geht an die Eliteschule des Sports in Potsdam. “Eliteschülerinnen und Eliteschülerinnen aus Potsdam haben bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking zehn Medaillen errungen. Die sportliche Infrastruktur und die schulische Förderung sind vorbildlich, alles zusammen macht die Eliteschule in Potsdam für das Jahr 2008 besonders auszeichnungswürdig”, sagte Werner Netzel, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV).

Der DOSB-Vizepräsident für Leistungssport, Eberhard Gienger, erklärte: “Die Eliteschulen des Sports sind für die Spitzensportförderung Gold wert. Bei den Olympischen Spielen in Peking stellten sie ein Drittel der Mannschaft und gewannen 40 Prozent der Medaillen. “In der Eliteschule des Sports in Potsdam sind die Spitzen des deutschen Nachwuchses im Frauen-Fußball, Kanu-Rennsport, Rudern, Schwimmen, Judo, Handball, Volleyball, Triathlon, Handball und im Modernen Fünfkampf konzentriert.”

Der DOSB unterstützt die Teilnahme seiner nicht-olympischen Mitgliedsverbände an den World Games 2009 im taiwanesichen Kaohsiung. DOSB-Generaldirektor Michael Vesper dankte dem Sportausschuss des Deutschen Bundestages und dem Bundesinnennministerium ausdrücklich für die Übernahme der Entsendungskosten der deutschen Mannschaft in Höhe von 400.000 Euro. Gleichzeitig verabschiedete Vesper mit der DLRG-Rettungsschwimmerin Stephanie Kasperski und dem Ju-Jutsu-Weltmeister Mario Staller (beide Wiesbaden) zwei aussichtsreiche Sportler in Richtung Taiwan.


  • DOSB-Präsident Thomas Bach stellt sich beim Neujahrsempfang zum Gruppenbild mit DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers (li. hinter Bach) und einigen Repräsentantinnen aus den Mitgliedsorganisationen. Copyright: Frank May/dpa
    DOSB-Präsident Thomas Bach stellt sich beim Neujahrsempfang zum Gruppenbild mit DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers (li. hinter Bach) und einigen Repräsentantinnen aus den Mitgliedsorganisationen. Copyright: Frank May/dpa

Diese Webseite nutzt Cookies

Wir verwenden auf unserer Webseite Cookies, um Inhalte zu personalisieren, die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren und somit unser Angebot zu verbessern. Wir erheben dabei nur pseudonyme Daten, eine Identifikation erfolgt nicht. Ferner geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Webseite an unsere Partner für Werbung und Analyse weiter.