Diskussionsforum am 21. November: „Weg vom klassischen Rollenverständnis: Migratinnen im Sport wollen mehr .“

Was kann der Sport bei der Integration von Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund leisten? Dieser Frage geht ein Diskussionsforum am 21. November (ab 13.30 Uhr) im Schöneberger Rathaus in Berlin nach. Diese Veranstaltung ist  in Kooperation des Bundesausschuss „Frauen im Sport“ und des Programms "Integration durch Sport" im Deutschen Sportbund entstanden.

 

Es wird in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Führungsakademie des Deutschen Sportbundes durchgeführt und vom Bundesfrauenministerium gefördert. Ziel ist es, Hintergründe zu klären und Handlungsperspektiven für eine erfolgreiche Integration von Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund in den Sport zu entwickeln.


Eine kürzlich vorgestellte Studie, die vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde, hat eine seltsame Diskrepanz ergeben. Vor allem Frauen und Mädchen mit muslimischem Hintergrund betreiben viel seltener Sport als deutsche Frauen und Mädchen, signalisieren aber ein deutlich höheres Interesse. Eine der Mitverfasserin der Studie, Prof. Ursula Boos-Nünning (Universität Duisburg-Essen), wird auch in Berlin referieren.

 

„ Nur jedes 7. Mädchen mit Migrationshintergrund ist sportlich aktiv; im Schnitt 15%. Wie viele sich regelmäßig oder teilweise vom Sportunterricht in den Schulen befreien lassen, darüber führen Kultusministerien lieber  keine Statistik.“ So Ilse Ridder-Melchers, Vorsitzende der Frauen im Sport und Initiatorin dieser Veranstaltung. „Erfreulich allerdings: die Wünsche und Bedürfnisse vieler Migrantinnen haben diese Realität längst überholt: sie wollen  mehr Sportangebote. Selbstverteidigung steht ganz oben an. Und türkische Spitzensportlerinnen wie die Profiboxerin Julia Sahin präsentieren eine Zukunft weit weg vom klassischen Rollenverständnis. An dieser modernen Zukunft will und kann der Sport mitbauen, indem er seine interkulturelle Kompetenz stärkt.“

 

Vor welche Schwierigkeiten eine Stadt wie Berlin durch die Integration gestellt wird, schildert Bildungssenator Klaus Böger. Neben Senator Böger und Prof. Boos-Nünning werden sich noch Prof. Dr. Christa Kleindienst-Cachay (Schwerpunkt türkisch-muslimische Frauen) und Dr. Sabine Seidenstücker (Schwerpunkt Schulsport) zum Thema sprechen.

 

Das Forum greift damit einen Themen-Schwerpunkt auf, den sich der Deutsche Sportbund und seine Mitgliedsorganisationen mit seiner Entschließung zum Thema „ Sport und Zuwanderung“ zum Ziel gesetzt hat.

 

Die Teilnahme an dem Diskussionsforum im Rathaus Schöneberg ist kostenlos. Eine Anmeldung per Antwortkarte an den Deutschen Sportbund -  zu Händen Barbara Pohl oder per Telefon unter 069/6700-286 - ist wünschenswert.


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