Bayerischer Verbandsfrauenbeirat schlägt alle Rekorde

Spitzenergebnisse bei den Prüfungen zur Vereinsmanagerin-C - Als eines der Hauptziele ihrer Amtsperiode schrieb sich Kloty Schmöller, Vorsitzende des Verbandsfrauenbeirates im Bayerischen Landes-Sportverband, auf die Fahne, ihre Kreis- Bezirks- und Fachverbandsfrauen zu Vereinsmanagerinnen auszubilden. Ihre Überlegung war es, die Frauen heraus aus der Sportpraxis auf eine andere Schiene zu bekommen.

„Meine Vision, mein Ziel ist es, gut ausgebildete Frauen in den Vorständen und natürlich auch in der Ver­bands­­ebene zu etablieren. Ich möchte, dass sie das Rüstzeug für weitere Führungs­auf­gaben erhalten,“ betont sie. Zusammen mit ihren Vorstandskolleginnen brachte sie deshalb diese außergewöhnliche Ausbildungsreihe auf den Weg, zur der sich spontan 14 Sportfrauen meldeten.

In insgesamt 4 Wochenenden und 120 Unterrichtsstunden ging es um Vereinsrecht und Führung, Planung und Organisation, Steuern und Buchhaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Personalmanagement, Marketing und Verwaltung, Kommunikation und EDV. Außerdem mussten 3 Heimstudien ausgearbeitet werden: Über den eigenen Verein und die Kommune, die Aufbauorganisation des eigenen Vereines und eine Stellenbeschreibung über die eigene ehrenamtliche Funktion.

Dann ging es zum Prüfungswochenende an den Starnberger See. Vier Prüfungsteile hatten die Frauen  zu meistern: Ein Lehrplanspiel in Gruppenarbeit, die Bewertung der Heimstudien und eine schriftliche Prüfung. Zur mündlichen Prüfung, dem vierten Teil, musste niemand antreten, dafür hatten die Frauen in den vorausgegangenen Bereichen zu gut abgeschnitten.

„86 % wurden bisher durchschnittlich in der schriftlichen Prüfung erreicht, die Frauen haben mit 92% alles übertroffen“, war Kloty Schmöller, Vorsitzende des Frauenbeirates, zu Recht stolz auf ihre Frauen. „Ihr wardt bei den Prüfungen Spitze, macht weiter so!“. Bernd Neugebauer, Leiter der Bayerischen Akademie für Erwachsenenbildung im BLSV und hauptverantwortlich für die Ausbildung, meinte ebenfalls: „Die Frauen haben die Latte ganz schön hoch gelegt“.

Über Spitzenwerte freuten sich die Erstplatzierten: Roswitha Franke, BVS, (98%), Monika Engelhardt, Kreisfrau Kronach und Vorstandsmitglied Frauenbeirat, (97%) und Diana Urbanczyk, Kreisfrau Miltenberg, (96,5%).

Dieser Ausbildungsgang war von vorneherein außergewöhnlich. Einen Lizenzkurs nur mit Frauen gab es bisher in der Akademie noch nicht. Deshalb war es auch für die Referenten Neuland, nur mit weiblichen Kursteilnehmern zu arbeiten. „Ein bisschen nervös war ich schon“, verriet Harald Heintze den Frauen hinterher, und Hans-Helmut Krause gab den frisch ernannten Vereinsmanagerinnen mit auf den Weg: „Ihr seid Multiplikatoren für andere Frauen.“

Conny Winterstein-Bötsch, Kreisfrau aus den Haßbergen, meinte: „Ich bereue, dass ich das nicht schon viel früher gemacht habe, das hätte mir meine Arbeit enorm erleichtert.“ Loni Becht, Bezirksfrau aus Schwaben, ergänzte: „Ich wünsche mir und mache dafür Reklame, dass viele andere auch diesen Lehrgang machen.“ Ingrid Spindler-Steudtner, Kreisfrau aus Roth/Schwabach, setzte hinzu: „Man wächst ein Stückchen!“

Dass das Feedback ausschließlich positiv ausfiel, wunderte nicht. Die Frauen sprachen von einem Fundament in kompletter Breite, von Grund- und Hintergrundwissen, Klarheit über vereinsinterne und –übergreifende Zusammenhänge. Einige Damen hatten sich sogar gleich entschlossen, in der Ausbildung weiter zu machen und die nächst höhere Lizenzstufe, den Vereinsmanager-B, anzusteuern.

Kloty Schmöller ist fest überzeugt, dass weitere Frauen folgen. Sie wird ihren Damen weiter­hin die Möglichkeit eröffnen, Vereinsmanagerin zu werden und ergänzt: „Ich denke, dass die erste Hemm­schwelle überwunden ist und viele Frauen nachziehen.“

 

von Monika Engelhardt



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