Abschlussveranstaltung adh Mentoring Projekt 2007/208

Emotionaler Zieleinlauf für drittes TANDEM Projekt

Die Abschlussveranstaltung des bereits dritten adh-Mentoring-Projektes TANDEM war von einer sehr persönlichen Atmosphäre gekennzeichnet.

 

Den letzten Stunden bis zum offiziellen Ende der Projektlaufzeit am 31.10. / 01.11. in Hamburg begegneten die Mentees, die Mentorinnen und Mentoren, das Projektteam und die adh-VertreterInnen mit einem „lachenden und einem weinendem Auge“.
Insgesamt erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwei unvergessliche Tage in Hamburg bei der Abschlussveranstaltung des TANDEM Projektes 2007/2008

Der Anreisetag am Nachmittag in Hamburg führte die Projekt-Teilnehmenden in die ehemalige Athletenunterkunft der WUC Beachvolleyball 2008. Im Seminarraum des A & O Jugendhotels begrüßten die Projektverantwortlichen Britt Dahmen, Ines Lenze und Michaela Röhrbein die aus Gesamtdeutschland angereisten Mentees und ihre Mentorinnen und Mentoren. Seit dem Kennenlerntreffen am 21. Juni 2007 in Freising waren die Tandems ihren individuellen Weg gegangen und die Abschlussveranstaltung sollte noch einmal Bilanz darüber ziehen, was sich in den vergangenen 1,5 Jahren entwickelt hat.
Nach kurzer Einstimmung begann die Analyse des Projektes in getrennten Arbeitsgruppen, in denen Mentees und Mentorinnen und Mentoren die vergangenen 18 Monate aus den zwei verschiedenen Blickwinkeln und Rollen durchleuchteten.
In beiden Gruppen verstärkte sich Einigkeit darüber, dass auf die einzigartigen gesammelten Erfahrungen durch die Tandems keiner verzichten möchte. Die Mentees waren innerhalb dieser Gruppenphase aufgefordert, graphisch die Meilensteine des Projekts aufzumalen und sich auf diese Weise noch einmal der prägnantesten Momente bewusst zu werden. Dem standen die Mentorinnen und Mentoren in Nichts nach: auch in ihrer Besprechung wurde vor allem über die persönlichen Entwicklungen der Mentees gesprochen und wie jedes Tandem seinen subjektiven Weg beschritten hat. Das Projektteam bekam zudem noch Anregungen, was in der nächsten Projektlaufzeit noch optimiert werden könnte.

In privater & Hamburger Atmosphäre konnten die Gespräche nach der gelenkten ersten Abschlussrunde im nächsten Programmpunkt frei fortgeführt werden - dann wieder gemeinsam zwischen Mentees und MentorInnen. Nach einer sympathisch, geführten Tour über den Hamburger Kiez, erfolgte der Austausch beim Abendessen im „Portugiesenviertel“, eines der Szeneviertel der Hansestadt.
Anfang April 2008, der Termin für die Zwischenbilanz und dem Kaminabend in Berlin, hatte das letzte gemeinsame Treffen in dieser Konstellation stattgefunden. Folglich herrschten lautstarke und muntere Unterhaltungen, und der erste Tag der Abschlussveranstaltung war viel zu bald vorüber.

Beim zweiten Veranstaltungstag begrüßte das Projektteam die Teilnehmenden im Bootshaus des Hamburger Hochschulsports, die ihre Räumlichkeiten für dieses Meeting zur Verfügung stellten. Der Tag startete mit dem Impulsreferat der Hamburger Diplompädagogin Nina Stiewink. In Zusammenarbeit mit dem Projektteam setze sie ihre Schwerpunkte im Vortrag auf das Thema „Coaching als Führungsinstrument – Wie durch Wertschätzung Wertschöpfung entsteht.“ Dabei vermittelte Sie den Zuhörerinnen und Zuhörern, welche Wege und Bausteine Coaching als humanistische Grundhaltung verfolgt. Sie erarbeitete gemeinsam mit der Gruppe, wie ein wertschätzender und wertschöpfender Zugang im Arbeitsverhältnis zwischen Führung und Teammitgliedern zu erreichen ist. Das Thema stieß bei den Mentorinnen und Mentoren, die als Führungspersönlichkeiten im Berufsalltag agieren, als auch bei den Mentees, die eine Karriere in einer Führungsposition durch die gewonnen Erfahrungen im Tandem nicht mehr ausschließen, auf großes Interesse. Die anknüpfende Gruppenphase unter dem Frage: „Was heißt wertschätzende und wertschöpfende Leitungsverantwortung im Hochschulsport?“ fokussierte ins Besondere das studentische Engagement. Als Basis von Lösungsansätzen wurde gemeinsam die „Feedback Kultur“ entwickelt. Damit ist eine institutionalisierte Form des symmetrischen Feedback-Gesprächs vor allem zwischen den unterschiedlichen  Hierarchie-Ebenen in einer Hochschulsporteinrichtung gemeint, die einen Austausch auf Augenhöhe von Vorgesetztem/r und MitarbeiterIn ermöglichen soll.
Dies bildete auch den perfekten Übergang zur anschließenden „Feedback Runde“ innerhalb der Abschlussveranstaltung. Jedes Tandem hatte die Gelegenheit über die gemeinsame Zusammenarbeit zu bilanzieren. Den Teilnehmenden boten sich sehr lebendige Präsentationen: gefühlsbetont stellten Mentees gemeinsam mit Mentorin oder Mentor die unvergesslichen Erfahrungen und Momente dar. Alle Tandems gewährten persönliche Einblicke in das individuelle Arbeiten und die Ergebnisse ihres Teamworks. Betont haben die Mentorinnen und Mentoren abschließend die Entwicklungssprünge der Mentees: Selbstbewusstsein und Selbstachtung seien die auffälligsten, zentralen Gewinne einer jeden jungen Frau aus diesem Projekt. Dieses Lob nahmen die Mentees erfreut und gerne an.
Jede wird ihren Weg nun weiter gehen und „die richtige Route“ finden, resümierten die drei Projektverantwortlichen. Besonders freuten sich diese über den herzlichen und harmonischen Umgang, und begrüßten zudem, dass der Kontakt innerhalb der Tandems und auch das Netzwerk unter den Mentees aufrecht erhalten wird.

Aus den Tandems sind größtenteils Freundschaften hervorgegangen, die einander Sicherheit und Unterstützung bieten. Aus anfangs noch vorsichtigen Gesprächen haben sich Teams entwickelt, die sich auf Augenhöhe begegnen können. Bezeichnend und überhaupt nicht banal in diesem Zusammenhang ist die Aussage der Mentees, dass sie verstanden haben, dass auch ihr/e Betreuer/in „nur mit Wasser“ kocht. Symbolisch und um diesen Zustand der Unterstützung und Sicherheit, aber auch des Loslassens zu bekräftigen, überreichten Britt Dahmen, Ines Lenze und Michaela Röhrbein ihren betreuten Tandems einen „Kletterachter mit Karabiner“ und einem Zertifikat über die Teilnahme des Projekts. Für sie als Projektteam sei es vor allem faszinierend und motivierend, wie dieses Projekt es schaffe, Menschen zu bewegen und Veränderungen und Entwicklungen spürbar und sichtbar zu machen.
Die bewegenden Szenen fanden ihren Ausklang bei einem abschließenden, Umtrunk, bei dem alle auf ihre eigenen Erfolge der letzten 18 Monate anstoßen konnten.

 


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