Weltfrauentag: Auch der Sport hat Nachholbedarf

Am heutigen 8. März fordern Menschen weltweit dazu auf, mehr in Sachen Gleichberechtigung zu unternehmen.

Auch im Sport muss noch viel für Gleichstellung getan werden. Foto: LSB NRW
Auch im Sport muss noch viel für Gleichstellung getan werden. Foto: LSB NRW

Der Kampf für bessere Arbeitsbedingungen, höheren Löhnen, mehr Gleichberechtigung und weniger Diskriminierung von Frauen sind die Kernelemente des internationalen Weltfrauentag am 08. März. Auch wenn der Trend in den letzten Jahren in die richtige Richtung zeigt, ist das Ziel noch lange nicht erreicht.

Auch im Sport ist noch lange keine Gleichstellung von Frauen erreicht. Lediglich 22 der 86 rückmeldenden DOSB-Mitgliedsorganisationen gaben in der Umfrage zum DOSB-Gleichstellungsbericht 2020 an, eine Geschlechterquote von 30% Frauen in ihren Präsidien bzw. Vorständen zu haben. Die DOSB-LIMS-Statistik zeigt, dass im Leistungssport nur 13% der Trainer*innen weiblich sind. Athletinnen werden zudem nur sehr rudimentär und häufig sexualisiert in den Medien dargestellt. Eine Aufstellung von Sportfrauen aus dem Jahr 2016 zeigt die 25 am besten verdienenden Sportler*innen in Deutschland, unter denen sich allerdings nur eine Frau befindet.

"Weltfrauentag 2021: Sehen und verstehen, was Frauen weltweit leisten. Feststellen, dass sie noch nicht überall anerkannt und geachtet werden – auch im Sport. Also: gratulieren und weiterkämpfen – wie im Sport!", so Petra Tzschoppe, DOSB Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung. 

All das bildet die Grundlage bzw. die Berechtigung eines Internationalen Frauentages und wie uns die Geschichte lehrt und beispielhaft aufzeigt, lohnt sich das sichtbare Eintreten für die Rechte von Frauen. Der Sport geht 2021 bereits mit guten Beispielen voran: Ende 2020 hat erstmals die Weltcup-Serie der Nordischen Kombination für Frauen begonnen, 2021 fanden erstmals WM-Bewerbe bei der Nordischen Ski-WM statt. Darüber hinaus wurde bei der Nordischen Ski-WM erstmals ein Einzelwettbewerb der Frauen auf der Großschanze ausgetragen. 

Weitere Begleitung erfährt der internationale Weltfrauentag in den Social-Media-Kanälen des DOSB.

Zudem findet heute, dem 08. März eine virtuelle Festveranstaltung unter dem Motto weiblich-sportlich-gleichberechtigt statt, in der auch Petra Tzschoppe als Gast der Sächsischen Gleichstellungsministerin Katja Meier geladen ist. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

(Quelle: DOSB)


  • Auch im Sport muss noch viel für Gleichstellung getan werden. Foto: LSB NRW
    Auch im Sport muss noch viel für Gleichstellung getan werden. Foto: LSB NRW