Gleichstellungspolitische Themen bei der 16. Mitgliederversammlung des DOSB

Den Auftakt bildete eine Sitzung der Delegierten, die den DOSB im Deutschen Frauenrat (DF) vertreten.

v.l.n.r. Alfons Hörmann, Dorothea Brandt und Dr. Petra Tzschoppe
v.l.n.r. Alfons Hörmann, Dorothea Brandt und Dr. Petra Tzschoppe

Ausgehend von der diesjährigen Mitgliederversammlung des DF diskutierten sie aktuelle Entwicklungen im DF und in den Fachausschüssen, in denen der DOSB durch Juliane Bötel, Fachausschuss „Demokratie unter Druck – Krisenanalyse und Demokratie‑Empowerment“, sowie Kirsten Witte-Abe, Fachausschuss „Ehrenamt sichern, fördern, aufwerten“ vertreten ist und mitwirkt.

Mona Küppers, DF-Vorsitzende und zugleich Mitglied der DOSB-Delegation, berichtete über aktuelle Aktivitäten des Frauenrates. So hat der DF angesichts seines intensiven Einsatzes für das Thema Parität ein entsprechenden Erklärvideo entwickelt. In der weiteren Diskussion wurde gemeinsam mit ihr erörtert, wie der DOSB die Anliegen des Deutschen Frauenrates stärker unterstützen kann.

An der anschließenden, alljährlich stattfindenden „Offenen Sitzung Frauen und Gleichstellung“, nahmen neben Delegierten der Mitgliedsorganisationen auch interessierte Gäste teil, darunter auch Expert*innen aus den Arbeitsgruppen zu den gleichstellungspolitischen Handlungsfeldern. DOSB-Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung, Dr. Petra Tzschoppe, eröffnete die Sitzung und nutzte die Gelegenheit, gemeinsam mit DOSB-Präsident Alfons Hörmann das DOSB-Mentoring-Zertifikat für den erfolgreichen Abschluss des Programms 2018/19 an Dorothea Brandt zu überreichen, die bei der offiziellen Zertifikatsübergabe im September im Rahmen des Kongresses „Geschlechtergerechte Darstellung in den (Sport)Medien“ nicht anwesend sein konnte.

Anschließend gab Präsident Hörmann in Vorbereitung der DOSB-Mitgliederversammlung am Folgetag einen Überblick über aktuelle sportpolitische Entwicklungen sowie die damit verbundenen Aktivitäten des DOSB. Dem schloss sich der Rückblick auf die gleichstellungspolitischen Themen des zurückliegenden Jahres an. Vizepräsidentin Tzschoppe betonte angesichts des Kongresses „Augenhöhe oder Brustumfang? Geschlechtergerechte Darstellung in den (Sport)Medien“ am 28. September in Leipzig noch einmal die Bedeutung dieses Thema und richtete den Fokus auf die im Rahmen des Kongresses veröffentlichte Plattform BRAVESTORIES. Darin erhalten starke Frauen -   Mutmacherinnen und Vorbilder aus Sport und Gesellschaft - ihren Raum und werden sichtbar gemacht.

Dr. Petra Tzschoppe, DOSB-Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung, schloss mit einem spezifischen Rückblick auf die Aktivitäten der gleichstellungspolitischen Arbeit in diesem Jahr an und präsentierte in diesem Zuge auch ausgewählte Ergebnisse des Gleichstellungsberichtes 2019. Besonders erfreulich zeigt sich in diesem Zusammenhang die Realisierung der Geschlechterquoten in den Führungspositionen des DOSB, die aktuell sowohl in ehrenamtlichen als auch hauptberuflichen Positionen umgesetzt sind.

Christina Gassner, DOSB-Vorstandsmitglied und dsj-Geschäftsführerin, stellte in Vorbereitung der Mitgliederversammlung Antrage 15.5 „Stufenmodell zur Prävention sexualisierter Gewalt für die Mitgliedsorganisationen des DOSB“ vor. Sie erörterte die unterschiedlichen Anforderungen, die im Rahmen des dsj-Stufenmodells, der BMI-Eigenerklärung oder von PotAS an einen Teil der DOSB-Mitgliedsorganisationen adressiert werden. Ein Ziel dieses Antrages sei es daher zu prüfen, wie die Anforderungen des Stufenmodells mit denen der BMI-Eigenerklärung sowie der PotAS-Kriterien in Einklang zu bringen sind. Mit dem Antrag könne der Sport gerade auch gegenüber Politik und Gesellschaft ein starkes Signal im Kampf gegen sexualisierte Gewalt geben.

Weitere Information gaben Kirsten Witte-Abe, stellvertretende DOSB‑Ressortleiterin Chancengleichheit und Diversity, die über die Aktivitäten im Themenfeld sexuelle und geschlechtliche Vielfalt auch angesichts der 2. BundesNetzwerkTagung für queeren Sport berichtete, die vom 22. bis 24. Oktober in Hamburg stattfand. DOSB-Vorstand Sportentwicklung Dr. Karin Fehres verwies auf das Projekt „TrainerIn Sportdeutschland“  und kündigte die DOSB-Digitalisierungskonferenz am 17./ 18. Juni 2020 in Berlin an. Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, DOSB-Vizepräsidentin Bildung und Olympische Erziehung, berichtete zudem aus der internationalen Gleichstellungsarbeit und insbesondere über das sog. New Leaders Forum, das Mitte November in Helsinki stattfand mit dem Ziel, Geschlechtergleichstellung im Sport voranzutreiben.   

Abschließend wurden mit Kloty Schmöller, Katharina von Kodolitsch, Sybille Hampel, Juliane Bötel, und Silke Renk die von der Frauenvollversammlung am 27. September 2019 gewählten Sprecherinnen der Frauen‑Vollversammlung vorgestellt. Als neue Referentin im Ressort Chancengleichheit und Diversity/Themenfeld Geschlechtergleichstellung stellte sich Lidia Bohn den Anwesenden vor. Kirsten Witte-Abe wurde im Rahmen dieser Veranstaltung aus dem Themenfeld verabschiedet, sie wird künftig in der DOSB-Stabsstelle Verbandsentwicklung tätig sein.


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