Frau trau dich! Am 29. März 2014 veranstaltete der BLSV einen 1. Frauenpolitischen Talk in Ingolstadt

Auf dem Podium (von links): Özlem Sarikaya (Moderatorin), Ilse Ridder-Melchers (DOSB-Vizepräsidentin), Margit Berndl (Vizepräsidentin Bayerischer Landesfrauenrat), Matthias Fack (Präsident Bayerischer Jugendring), Veronika Peters (Unternehmerin), Günther Lommer (BLSV-Präsident) und Miriam Vogt (Präsidentin Bayerischer Skiverband und Vizepräsidentin Deutscher Skiverband). Foto:blsv
Auf dem Podium (von links): Özlem Sarikaya (Moderatorin), Ilse Ridder-Melchers (DOSB-Vizepräsidentin), Margit Berndl (Vizepräsidentin Bayerischer Landesfrauenrat), Matthias Fack (Präsident Bayerischer Jugendring), Veronika Peters (Unternehmerin), Günther Lommer (BLSV-Präsident) und Miriam Vogt (Präsidentin Bayerischer Skiverband und Vizepräsidentin Deutscher Skiverband). Foto:blsv

Die Vorsitzende des BLSV-Frauenbeirates, Kloty Schmöller, eröffnete mit der Hoffnung, durch solche Veranstaltungen mehr Frauen für ein Ehrenamt zu begeistern. Miriam Vogt, ehemalige Weltklasse-Skifahrerin hat es als Präsidentin des Bayerischen Skiverbandes und Vizepräsidentin des Deutschen Skiverbandes ganz nach oben geschafft. In ihrem Impulsvortrag betonte sie, dass Frauen „einfach mal machen“ sollten. Sie sollten sich trauen, etwas zu tun und Mut zum Risiko zeigen.

An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen neben Miriam Vogt auch BLSV-Präsident Günther Lommer, Ilse Ridder-Melchers (DOSB-Vizepräsidentin Frauen und Chancengleichheit), Matthias Fack (Präsident des Bayerischen Jugendringes), die Unternehmerin Veronika Peters und Margit Berndl (Vizepräsidentin des Bayerischen Landesfrauenrates) teil. Moderiert wurde die Diskussion von Özlem Sarikaya (Bayerischer Rundfunk).

Günther Lommer zeigte sich überzeugt, dass Frauen die Arbeit in Führungsgremien bereichern, ein angenehmes Klima schaffen und die soziale Komponente eines Unternehmens stärken würden. Frauen, die in Spitzenämter kommen wollen, werden sich letztlich auch durchsetzen. Dabei sei es eine Frage der Qualität und nicht des Geschlechts, denn in erster Linie sei die fachliche Kompetenz das Entscheidende. Frauen würden unglaublich viel machen, so Lommer weiter, sich aber nicht trauen, den letzten Schritt zu wagen. Beispielsweise sei mit Kloty Schmöller nur eine Frau Mitglied im BLSV-Präsidium.

Miriam Vogt wies erneut darauf hin, dass Frauen sich trauen müssten und Ziele angehen sollten. Dennoch sieht sie das als eine nicht allzu leichte Aufgabe: „Um Einfluss zu nehmen, ist der Wille zur Macht eine notwendige Tugend. Der Begriff Macht ist aber so negativ besetzt, dass er unser Denken und das Selbstvertrauen bestimmt. Was bleibt dann von ‚Frau trau dich‘ übrig?“

Veronika Peters forderte, dass Frauen mehr ermutigt und gefördert werden müssten. Dabei sei es wichtig, deren Selbstbewusstsein zu stärken, damit sie es schaffen können, wenn sie denn auch wollen: „Führen kann man lernen, man wächst schnell an den Aufgaben.“ Frauen in Führungspositionen müssten in der Gesellschaft akzeptiert und das Rollenverständnis geändert werden. Auch Margit Berndl betonte, dass Frauen sich trauen müssten, sieht aber die Schwierigkeit darin, dass Normen in unserer Gesellschaft nun mal männlich geprägt seien.

„Rollenbilder sind da, um sie zu verändern“, sagte Ilse Ridder-Melchers. Sie sprach sich für mehr Mentoring aus, um Frauen für Führungspositionen zu gewinnen. Sie freue sich zwar, dass sich immer mehr Frauen zur Mitarbeit in Vereinen zur Verfügung stellten, bemängelte aber, dass Frauen in Führungspositionen fehlten und diese vorrangig durch ältere Männer besetzt seien. Das würde das Denken der Frauen auch beeinflussen und sie einschüchtern. Und Matthias Fack ist überzeugt, dass sich in Zukunft nichts ändern werde, solange nicht eine explizite Quote eingeführt sei.

Auf die Frage von Moderatorin Özlem Sarikaya, wie denn die Situation in zehn Jahren aussehen werde, gaben sich alle Diskussionsteilnehmer sehr hoffnungsvoll und positiv. So wünscht sich Fack, dass Frauen in Führungspositionen akzeptiert würden und das Miteinander der beiden Geschlechter im Vordergrund stehe. Auch Miriam Vogt blickte optimistisch in die Zukunft und appellierte, dass Frauen zueinander stehen sollten. Dabei müsse eine aktive Personalentwicklung stattfinden und langfristig geplant werden: „Wenn man drei bis vier Frauen im Präsidium will, muss man jetzt anfangen.“ Und Günther Lommer sieht künftig immer mehr weibliche Führungskräfte in Vereinen und meinte am Ende schmunzelnd, dass diese Diskussion in zwanzig Jahren vielleicht für Männer geführt würde.

                                                                                           

Quelle: bayernsport


  • Auf dem Podium (von links): Özlem Sarikaya (Moderatorin), Ilse Ridder-Melchers (DOSB-Vizepräsidentin), Margit Berndl (Vizepräsidentin Bayerischer Landesfrauenrat), Matthias Fack (Präsident Bayerischer Jugendring), Veronika Peters (Unternehmerin), Günther Lommer (BLSV-Präsident) und Miriam Vogt (Präsidentin Bayerischer Skiverband und Vizepräsidentin Deutscher Skiverband). Foto:blsv
    Auf dem Podium (von links): Özlem Sarikaya (Moderatorin), Ilse Ridder-Melchers (DOSB-Vizepräsidentin), Margit Berndl (Vizepräsidentin Bayerischer Landesfrauenrat), Matthias Fack (Präsident Bayerischer Jugendring), Veronika Peters (Unternehmerin), Günther Lommer (BLSV-Präsident) und Miriam Vogt (Präsidentin Bayerischer Skiverband und Vizepräsidentin Deutscher Skiverband). Foto:blsv

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