Hohe Auszeichnung für Tina Theune-Meyer

Eine ganz besondere Ehrung wurde Tina Theune -Meyer zuteil: die langjährige Bundestrainerin der Frauen-Nationalmannschaft wurde im Preußischen Landtag vom Deutschen Staatsbürgerinnen-Verband als „Frau des Jahres“ ausgezeichnet.

Tina Theune-Meyer hat sich über viele Jahre um den Frauenfußball in Deutschland verdient gemacht und – wie in der Laudatio durch die stellvertretende Bundesvorsitzende des Staatsbürgerinnen-Verbandes, Helgard Ulshoefer, mehrfach betont - ihn durch den Gewinn der Weltmeisterschaft 2003 in den USA aus dem Schatten des Männersports herausgeholt.

DOSB–Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers schickte schriftliche Grüße und Glückwünsche und erklärte, dass alle Frauen im Sport sehr stolz auf das sportliche Vorbild von Tina Theune–Meyer seien. Sie habe mit ihrer Pionierarbeit im Frauen-Fußball diese Auszeichnung wahrlich verdient.

TTM, wie sie vielfach nur kurz genannt wird, hat darüber hinaus in den neun Jahren ihrer Amtszeit dreimal die Europameisterschaft gewonnen. Außerdem errang sie zweimal bei Olympischen Spielen die Bronzemedaille. Nach dem letzten EM Titel im Juni 2005 in England trat sie ihren Posten als Bundestrainerin an ihre Assistentin Silvia Neid ab.

Heute kümmert sie sich beim DFB um Talentförderung.

In ihrer Dankesrede machte die ehemalige Bundestrainerin keinen Hehl daraus, dass sie der Ehrung nur zögerlich zugestimmt habe. „Die meisten Frauen wurden bislang für eine herausragende Lebensleistung geehrt. Ich bin der Meinung, dass der Gewinn einer Weltmeisterschaft damit nicht vergleichbar ist“, betonte die erste Trainerin mit einer DFB-Fußball-Lehrer-Lizenz.

Zu den knapp 100 Gästen zählten auch BFV Präsident Bernd Schultz und Margit Stoppa, Vertreterin für den Frauenfußball im Nordostdeutschen Fußballverband. In seiner kurzen Rede wies Bernd Schultz daraufhin, dass der Frauen- und Mädchenfußball ein rasante Entwicklung genommen habe. Inzwischen gebe es in Berlin bei Türkyempor eine erste reine Mädchenmannschaft. Bekanntlich will sich der DFB um die Weltmeisterschaft im Jahre 2011 bewerben. Sollte Deutschland den Zuschlag bekommen, dann hofft Schultz, dass auch Berlin mit eingebunden wird.

Der Deutsche Staatsbürgerinnen–Verband zeichnet seit 1982 jährlich die „Frau des Jahres“ aus. Damit werden Frauen geehrt, die in ihrer Person und in ihrem Einsatz für viele Menschen Vorbild sind. Vor Tina Theune-Meyer wurde mit Marianne Bugenhagen, mehrfache Olympiasiegerin im Behindertensport, erst eine einzige Frau aus dem Sport ausgezeichnet. 1983 ging der Preis an Barbara John, erste Ausländerbeauftragte in Berlin, 1991 an Regine Hildebrandt, Ministerin im Bundesland Brandenburg. 



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